Nach dem Umzug: Zuhause bei Jenny

Eine neue Wohnung einrichten ist immer aufregend, zwischen Zeitdruck und Erschöpfung möchte man sich ja trotzdem kreativ ausleben und vor allem ein Stück von sich selbst mit einziehen lassen. Bei einer Ein-Zimmer-Wohnung ist das eine besondere Herausforderung. Doch, Platz ist in der kleinsten Hütte!

Willkommen in meinem Zuhause. Schon komisch, über sich und sein eigenes Heim(chen) zu schreiben. Aber nun, ich hatte es ja in meiner Umzugs-Story versprochen. Hier ein paar Einblicke in meine kleine aber wirklich feine Butze.

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Die Farbe Blau: Harmonie, Zufriedenheit, Ruhe, Unendlichkeit, …

Ein paar Monate wohn ich nun schon hier. In einem kleinen Städtchen, nicht weit weg von Berlin. Doch hier kann man so richtig gut selbstständig sein. So ist auch meine Wohnung nicht weit weg von unserer “muckout-Büro-Werkstatt” und ich kann so herrlich schön selbermachen. Natürlich auch für meine Wohnung.

Also machte ich mir zunächst Gedanken über die Wände. Da ich ein etwas rastloser Mensch bin, weiß ich, dass ich nicht ewig in dieser Wohnung bleiben werde. Dennoch muss sie so eingerichtet sein, dass ich mich vollkommen wohlfühle. Also irgendwie schon so, als würde ich ewig bleiben. Nach einiger Umzugs-Erfahrung habe ich mir aber vorgenommen, nicht jede Wand zu gestalten, um beim Auszug nicht wieder Stunden mit dem Weißen zu verbringen. Und ehrlich gesagt: die Anzahl der Bohrlöcher ist schon erschreckend hoch, die wollen ja auch wieder zugespachtelt werden!

Ok, also eine Wand in meinem einzigen Zimmer streichen. Und welche Farbe? Ich hatte Bock auf Blau! Keine Ahnung warum. Vielleicht wirklich, weil Blau beruhigend wirkt. Aber einfach nur eine Fläche streichen, kam mir zu langweilig vor. Ein kleiner Hingucker sollte es schon sein. Ist ja schließlich das einzige Zimmer. Ombre ist cool – nicht nur in den Haaren. 😉 Schnell mal ein bisschen auf Pinterest gestöbert und nicht lang gefackelt.

Die Ombrè-Wand – der Versuch einer Anleitung

Nun ja. Das Endergebnis stellt mich persönlich sehr zufrieden. Dennoch: Ab und zu sollte man nicht so ungeduldig sein und sich doch mal ein Tutorial ansehen oder eine Anleitung lesen. Gern sag ich dir aber, wie ich diese Wand so hinbekommen habe.

Man nehme:

  • weiße Farbe
  • (blaue) Abtönfarbe
  • Behälter zum Mischen
  • etwas zum Umrühren
  • Abklebeband
  • Pinsel/Rolle
  • Sprühflasche
  • weichen Schwamm
  • Leiter (ja, die hat mir gefehlt!)

Am Anfang eines jeden Streichprojekts muss abgeklebt werden! Für saubere Kanten auf der Rauhfaser-Tapete (und andere Tapeten-Strukturen) solltest du einmal mit weiß über den Klebebandrand der zu streichenden Fläche malen. Für den Ombre-Look brauchst du drei bis vier unterschiedliche Helligkeits-Stufen deiner gewählten Farbe. Mit der hellsten Farbe solltest du deine Wand einmal komplett streichen. Das habe ich nicht gemacht. Ich habe gleich von unten mit der dunkelsten Farbe begonnen und mein Hintergrund ist quasi weiß.

Nichtsdestotrotz beginnst auch du dann mit dem dunkelsten Ton von unten. Maler fröhlich drauf los und versuche mit Schwung die Farbe von unten nach oben auszustreichen. Jetzt kommt der anstrengende Teil: Den oberen Rand – der durch das Streichen schon ein wenig fransig aussehen sollte – muss nun mit ordentlich Wasser besprüht werden. Auch der nächst-hellere Ton kommt nun zum Einsatz. Dieser wird in die dunklere Farbe mit eingestrichen und durch das Wasser ineinander verwischt. Nun musst du probieren, was dir besser gefällt: mit dem Schwamm zu wischen oder es bei dem Pinsel zu belassen. Dann streichst du mit dem aktuellen (zweiten) Ton ein Stück hoch und versuchst den eben beschriebenen Übergang mit dem nächsten Ton zu zaubern. Und glaub mir, es muss sehr viel Wasser zum Einsatz kommen! Achte dennoch darauf, dass es nicht zu nass wird und dir die Tapete nicht entgegen kommt. Der Übergang zwischen der letztene Farbe und dem Weiß wirkt bi mir sehr hart, daher empfiehlt es sich eben, die ganze Wand mit dem hellsten Ton vor zu streichen.

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Upcycling-DIY: Palette geht immer…

Ja, wie du siehst, darf ein Bett aus Paletten und ein Couchtisch aus einer ehemaligen Obstkiste nicht fehlen. Das wieder verwertete Holz bildet nicht nur einen schönen Kontrast zu den sonst so schwedischen Möbeln, es ist zudem noch praktisch und günstig. Dass wir auf Upcycling stehen, sollte langsam jeder wissen!

Dass ich mit Kontrasten “gespielt” habe, fällt wahrscheinlich auch auf, wenn man sich die Textilien anschaut. Der groß-gemusterte Teppich war schon immer ein kleiner Traum von mir und den wild gemusterten Rest hatte ich eigentlich schon. Dadurch, dass der Rest des Zimmers so in den Tiefen des blauen… was auch immer verschwimmt, fügt sich alles gut zusammen. Auch die Vorhänge sind eigenhändig eingefärbt. Und um noch mal einen farbigen Akzent zum gedeckten Blau und der Schwarz-Weiß-Kombo zu setzen, habe ich mich für ein knalliges Pink entschieden. (Spoiler: Die drei Lampenschirme im Wohnzimmer und Flur hab ich einem Make-Over unterzogen. Dazu gibt’s demnächst ein Tutorial.)

Mein persönlicher Tipp für eine Wohlfühl-Oase: Pflanzen, Pflanzen und viele Pflanzen! Die machen einfach gute Laune.

Kitchen Stories

Die Küche war der schwierigste Part im ganzen Einrichtungswahn. Zum Einen, weil ich meine Möbel, die ich bereits hatte, unbedingt unterbringen wollte und zum Anderen, weil meine Küche zuvor wesentlich größer – viel größer – war und ich demnach auch entsprechend viel Küchen-Gedöns angesammelt hatte. Auch hier machen sich die schwedischen Möbel, die vorher Teil meines alten Wohnzimmers waren, hervorragend. Sie sind platzsparend und bieten gleichzeitig ordentlich Stauraum. Ab und zu ein wenig auszumisten, hilft aber nicht nur beim Umziehen, sondern auch fürs Wohlfühlen…

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Ein wenig DIY durfte hier natürlich ebensowenig fehlen. Die alten Stühle und der Gartentisch hatten bereits den Shabby-Chic, was ich sehr mag. Den Farbklecks habe ich auch mit Sprühfarbe umgesetzt, sodass sich das quietschige Apfelgrün in der Küche an verschiedensten Stellen wiederholt. Wirkt frisch, macht gute Laune. Und durch das braune naturbelassene Holz der Regale und der alten Gurkentöpfe sowie durch weitere alte Accessoires wirkt die ganze Küche nicht so steril und langweilig. Erkennst du die Tischdecke von Silvi wieder? Eines meiner Lieblings-Wohn-Accessoires!

Wenn der Flur wichtiger Stauraum wird

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Kommt man bei mir durch die Wohnungstür, steht man halt im Flur. Ist meistens so. Also quasi der erste Eindruck einer Wohnung. Gerade in einer Ein-Zimmer-Wohnung ist der Flur aber ein nicht zu verachtender Raum, um Sachen zu bunkern. Man muss hier einiges unterbringen, was man so braucht, kurz bevor man das Haus verlässt: Schuhe, Jacken, Taschen. Das allein kann bei dem ein oder anderen schon Ausmaße annehmen (meine Winterschuhe müssen vorerst im Keller warten.) Trotzdem darf hier die Deko nicht fehlen. Und klar: ein Spiegel, für den letzten Check.

Meine Schuhschränke sind nun schon einige Male mit mir umgezogen und waren ursprünglich rot und schwarz. Schwarz passt so gut wie immer, die durften also so bleiben. Die anderen habe ich zunächst angesprüht und die Fronten mit Paper Patch im Marmor-Design beklebt.

Am allerwichtigsten in den eigenen vier Wänden ist jedoch, sich selbst hundertprozentig wohl zufühlen und sich so einzurichten, wie es einem gefällt: Bei mir muss es praktisch, auffällig und gemütlich zugleich sein. Außerdem ändert sich auch im Laufe der Zeit immer mal wieder etwas und die Einrichtung wird stetig optimiert. So habe ich mittlerweile (nach dem Foto-Shooting) anstelle des Holz-Regals, eine super Homeoffice-Ecke eingerichtet.

Übrigens: Eine kleine Wohnung ist äußerst vorteilhaft, wenn man nicht zu viel Zeit mit Aufräumen und Putzen verbringen möchte. 😉

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