Mit Kleidungs-Upcycling nachhaltiger leben



Wer immer noch nicht über eines unserer Lieblingsthemen gestolpert sein sollte, kann sich vorsichtshalber einmal die Definition laut Duden durchlesen: Upcycling: “Die Weiternutzung von Abfallstoffen oder gebrauchten Gegenständen durch Umwandlung in höherwertige Materialien bzw. Waren.”

#wirliebenupcyling. Gerade mit Kindern behandeln wir dieses Thema gern, da wir für die Thematik sensibilisieren wollen. Durch sinnvolles Upcycling sparen wir Ressourcen, vermeiden Müll und lassen schöne Dinge entstehen. Sozusagen eine Win-Win-Win-Situation. Wir werfen nämlich viel zu viel weg ohne darüber nachzudenken, wie wir Dinge neu erfinden und umgestalten könnten, damit sie wieder einen Nutzen finden und nicht im Müll landen.

Fast Fashion – das Super-Müll-Problem

In anderen Beiträgen zum Thema habe ich bereits darüber informiert, wie sehr Kleidung den Planeten belastet, weswegen ich mich zum Kleiderfasten (persönliche Challenge für 2018) und nur noch Second Hand (persönliche Challenge 2019) entschieden habe. Die Beiträge kannst du gerne einmal nachlesen, ich hoffe, sie inspirieren dich!

Upcycling und Nachhaltigkeit

Auch in der Modewelt macht man sich mittlerweile mehr Gedanken um Nachhaltigkeit. Mode, die am Ende sogar Müll vermeiden und reduzieren kann, wäre ein Traum für unseren Planeten. Das Unternehmen
Orange Fiber zum Beispiel, stellt Garn aus Orangenabfällen her. Oder
Piñatex , die rein pflanzliche Alternative zu Leder, aus der unter anderem schon Sneaker für Hugo Boss desgined wurden. Du findest in der ZEIT einen spannenden Artikel dazu!

Andere Designer wiederum, stellen Kleidungsstücke aus sogenannten Reststoffen und Verschnitten her und führende Modeschulen, wie die NYC Parsons, Fashion Institute of Technology und Pratt, haben Upcycling in ihren Lehrplan integriert. Mehr dazu findest du bei Fashion United.

Kleidungs-Upcycling – was können wir selber tun?

Jeder Einzelne kann bedachter mit Ressourcen umgehen und sich zwei mal fragen, ob Kleidung entsorgt oder aufgewertet wird. Wir haben eine kleine Pinnwand mit Ideen erstellt, die dir hoffentlich Inspiration liefert. Außerdem gibt es Tipps für das kreative Reparieren von Löchern und Ähnlichem.

Wir sind in erster Linie dafür, Kleidung zu erhalten und zu reparieren. Aber wenn das nicht mehr geht, ist es toll, wenn sie dennoch als Material (oder auch Reparatur-Material) dienen kann. Besonders schön finden wir die Idee, Bäckergarn aus T-Shirts zu machen, schau mal bei Ronja Lotte von “nur noch” vorbei!

Die Bloggerin Eliza Schwartz hat ein Gratis-E-Book erstellt, das du herunterladen kannst: “Fashion – DIY Upcycling”
Hier findest du tolle Ansätze, wie du aus alten oder unbenutzten Kleidungsstücken neue modische Hingucker kreieren kannst.

Hast du dich mit dem Thema schon einmal auseinandergesetzt und tolle Lektüre-Empfehlungen? Dann hinterlass uns gerne einen Kommentar!

Rome sweet Rome

Selbermachen heißt auch selbstentdecken, Rom zum Besipiel. Dieser Text hat eher mit meiner anderen Lieblingsbeschäftigung zu tun: dem Reisen. Da ich kein Reiseblogger bin, ist das ein persönlicher Text mit ein paar hoffentlich nützlichen Tipps für dich und deine Reise nach Bella Roma.

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Ideale Reisezeit für Rom

Ich war bisher zwei Mal in Rom und beide Male war es im November. Genau die richtige Zeit, um Rom zu erkunden. Sicher, es ist nicht mehr megawarm, aber das muss es für eine Erkundungstour ja auch nicht. Der große Vorteil ist, dass die Stadt nicht mehr so voll ist. Die Schlangen vor den Museums-Eingängen sind überschaubar und in den Hop-on-Bussen bekommt man sogar einen Platz. Wenn es bestimmte Dinge gibt, die dich interessieren, überprüfe, dass sie zu deiner gewünschten Reisezeit auch geöffnet haben, dennn manche Einrichtungen schließen den Winter über.

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Unbedingt sehen?!

Ich tu mich schwer mit solchen To-Do-Lists. Jeder ist total anders und will andere Dinge erleben. Und außerdem kommt es eh immer anders, als man denkt. Vor dem Urlaub mache ich zwar immer Hausaufgaben und erstelle mir ein Pinterest-Board mit allem Interessanten, finde es dann aber doch nervig, das “abzuarbeiten.”

Urlaub ist zur Entspannung da und zum Sich-Treiben-Lassen.  Irgendwelche Dinge abzuhaken ist nicht so urlaubig… Ein paar Highlights sind mir begegnet, die ich trotzdem gerne teilen würde:

Campo Verano
Der Friedhof Verano im Norden des Bahnhofs Termini ist der größte Friedhof der italienischen Hauptstadt und definitiv einen Besuch wert. Wenn man sowas mag. Ich hab es mir zur Angewohnheit gemacht, in jedem Urlaub einen Friedhof zu besuchen. Wann genau das passiert ist, weiß ich gar nicht. Spätestens seit dem Père Lachaise in Paris ist ein Friedhofsbesuch für mich Pflicht.

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Auf diesem Friedhof leben viele Katzen, die sich auf den Grabsteinen räkeln und die Palmen als Kratzbäume benutzen. Sie haben sogar eine Art Stall, mit Katzenklappe und Futter.

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Fox Gallery
Wir sind nur mit Handgepäck verreist, Shopping war also gar nicht drin. Außer vielleicht ganz, ganz flache leichte Sachen. Ha! Also genau richtig in der Fox Gallery, ein Laden mit allerlei Papierschnickschnack. Poster, Karten, Notizbücher etc. Soviel schöne Muster, Drucke, Ideen und Illustrationen. Und Jennys Geburtstagsgeschenk habe ich hier auch gefunden.

muckout-diytipps-rom-22Corso Vittorio Emanuele II, 1, 00186 Roma, Italien

Das Anti-Highlight: Flohmarkt Porta Portese
Dieser Markt wird zwar in jeder Liste zu Märkten und Flohmärkten in Rom geführt, aber er ist deswegen noch lange keine Reise wert. Wir haben uns dort durchgeschlagen, weil wir auch online darauf gestoßen sind. Auch, wenn im Text stand, dass es hauptsächlich neuen Kram gibt, der vornehmlich aus asiatischer Produktion stammt, sollte es auch den einen oder anderen Vintage-Stand geben. Es gab drei Stände, an denen man kleine Möbelstücke und alte Bilder finden konnte, etwas faschistische Memorabilia und alte Asterix-Comics. Ansonsten Plastik soweit das Auge reicht.

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Hier und da noch echte Pelze (würg!!) und Kissen mit gestickten Kolosseen. Diesen Markt kannst du getrost vernachlässigen. Außer du hast alles, aber auch wirklich alles, in Rom gesehen und noch einen Sonntagvormittag ohne eine Idee. Dann kannst du dich dort mit den Massen langschieben und dein Portemonnaie gut festhalten.

Design-Gedöns kann man am Wochenende im Mercato Monti kaufen. Diesen Markt kenne ich noch von meiner letzten Rom-Reise, dieses Mal hab ich das an den geöffneten Tagen leider verschlafen und stand am Montag traurig vor verschlossener Tür. Überhaupt gibt es hier in der Nachbarschaft (z.B. Via Urbana und Via Leonina) noch mehr kleine Boutiquen, Werkstätten und Gallerien zu entdecken, die etwas Besonderes bieten.

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Pizza!
Man sollte sich klar machen, dass Rom echt sehr teuer sein kann. Bier für über 6 Euro oder ein Tee für 4,50 Euro  können an den Sehenswürdigkeiten und im dicksten Getümmel schon mal anfallen. Auf der Suche nach günstigen und gemütlichen Alternativen können da schnell die nächsten 3 Kilometer in die Beine gehen. Es gibt aber viele kleine Kioske, wo man sich mit Getränken für die Entdeckungstour eindecken kann. Außerdem gibt es in manchen Cafès einen deutlichen Preisunterschied, wenn man sich hinsetzt. Im Stehen verzehrte Getränke sind günstiger.

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Pizza ist Pflicht. Wir haben jeden Tag Pizza gegessen und sind trotzdem wehmütig nach Haus gefahren, weil es nicht genug war. Gute Pizza gibt es an jeder Ecke, auch die vielen To-Go-Läden, die Pizza-Stücke verkaufen, sind superlecker. Die Pizzeria Luzzi in der Nähe vom Kolosseum ist immer gut gefüllt, auch wenn die Kellner der Nachbar-Läden gelangweilt draußen stehen. Und das zu Recht. Der Service ist schnell und die Kellner sind gut drauf. Am wichtigsten: hier ist es megalecker und dazu noch günstig.

Touristenkram
Ich bin eher nicht so der Irgendwo-Reingeher. Gut, beim ersten Rom-Besuch vor zwei Jahren, war ich in den Vatikanischen Museen samt Sixtinischer Kapelle und Petersdom. Aber mehr nicht. Dieses Mal habe ich auch nur eine kostenpflichtige Sehenswürdigkeit besucht, und zwar die Engelsburg. Ich hätte mir gewünscht, dass mir die Geschichte des Castel Sant’Angelo näher gebracht wird, schließlich wurde hier gefoltert und hingerichtet. Aber die kleinen Ausstellungen auf den unterschiedlichen Etagen bleiben im Gemütlichen. In der Engelsburg gibt es also nicht wahnsinnig viel zu sehen, aber es ist schön, wie man sich Etage für Etage höher schraubt und der Blick über die Stadt immer toller wird:

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Außerdem ist das Burghafte der Innenarchitektur durchaus spannend gewesen und man wundert sich, wie die Päpste hier wohl gehaust haben. Ich habe den Besuch nicht bereut, auch wenn ich etwas anderes erwartet hatte.

Vielleicht besuche ich beim nächsten Rom-Aufenthalt dann das größte Wahrzeichen der Stadt.

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Off the beaten Track

Ein Spaziergang durch Trastevere ist Pflicht, das ist allerdings auch in jedem Reiseführer angeraten, also nicht so ausgefallen. Trastevere ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert! Einfach den Tiber auf der rechten Seite wissen, dann kann nichts schief gehen.

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Ich war dieses Mal noch ein wenig in Ostiense und Garbatella unterwegs. Für meinen Geschmack nicht lange genug. Hier gibt es süße, günstige Restaurants, und alles ist weniger wuselig. Vor allem gab es gleich nach der Stadtteilgrenze mehr und vor allem großflächige Street Art: meine Lieblingsmotive auf Reisen!

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Da wir Fußkilometer sparen mussten, konnte ich meinen Freund nicht dazu überreden, einen ganzen Vormittag damit zuzubringen, meine Speicherkarte mit geklebter Straßenkunst und Wäscheleinen zu füllen. Etwas ausführlichere Infos zu diesen Stadtteilen gibt es auf dem Rom-Blog Unterwegs in Rom.

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Was war das mal?! Gerne wäre ich näher rangegangen, aber das Gebiet war großzäunig abgezäunt…

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Sich treiben lassen – und wo gibt es eigentlich dieses Kilometergeld?

Ich laufe ja ganz gerne und viel im Urlaub, Rom ist dafür einfach perfekt. Aber denk gar nicht daran, Schuhe nach Schönheit auszuwählen und nicht nach Bequemlichkeit! Man denkt sich irgendwie immer, ach nur noch die eine Gasse, nur noch über die Keuzung und dann steige ich aber in den Bus! Macht man dann aber gar nicht, weil es so schön ist zu laufen und zu entdecken. All die Brunnen, Kirchen, Türen und Balkone… Hach.

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Irgendwann hab ich beschlossen, den Schmerz einfach wegzulaufen. Auch weil ich keine Alternativen hatte (klar, nur mit Handgepäck zu reisen, ist ‘ne super Idee!).

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Während unserer Reise ist Leonard Cohen gestorben. An vielen Ecken spielten die Straßenmusiker an diesem Tag “Hallelujah”. Dieser Sänger hat es mir und der Menge besonders angetan. Vor dem Pantheon standen Touristen und Einheimische und alle haben gemeinsam den Refrain gesungen. Ich will nicht lügen: ich war mega berührt und hab ein oder zwei Tränen verdrückt.

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Hach! Bis zum nächsten Mal!

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Du hast noch tolle Tipps für Rom? Dann schreib sie bitte in die Kommentare! Das war definitiv nicht meine letzte Reise in diese wundervolle Stadt…

Tipps für einen erfolgreichen Flohmarkt

Ein Flohmarkt ist wohl die beste Möglichkeit aussortierte Dinge loszuwerden. Besonders wenn man Gegenstände, Bücher und Kleidung selbst nicht mehr gebrauchen kann und sie noch viel zu schade zum Wegwerfen sind. Als sich bei mir im Kiez ein Nachbarschafts-Flohmarkt ankündigte, überlegte ich nicht lange und meldete mich an. Wie du deinen Flohmarkt am besten vorbereitest und was ich in meinem Selbstversuch noch so gelernt habe, erfährst du hier.

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Das Ausmisten

Seit Anfang des Jahres bin ich voll auf dem Ausmist-Trip. Was damals noch langsam anfing, hat sich mittlerweile zu einer Lawine entwickelt, die durch meine Wohnung fegt und rigoros alles mitnimmt, was ich nicht mehr brauche. Tatsächlich ist das viel viel mehr, als ich gedacht hätte. Und es tut so gut, sich von unnützen Dingen zu trennen. Nicht nur aus den offensichtlichen praktischen Gründen, weil sie Platz einnehmen und die Wohnung vollpfropfen. Nein, auch das Ausmisten von Souvenirs jeglicher Art ist wirklich therapeutisch. Mehrfach stand ich kopfschüttelnd da und hielt Gegenstände in der Hand, die mich an Zeiten erinnerten, an die ich gar nicht so gerne zurück denke. Warum habe ich das Teil dann bereits bei drei Umzügen immer wieder mitgeschleppt? Weg damit!

Zweite schwierige Baustelle: Geschenke. Wie oft hat man selbst schon “irgendwas” verschenkt, weil man dachte, man könne ja nicht mit leeren Händen auf der Party aufschlagen. Aus diesem Grund bekommt man selbst auch oft Dinge geschenkt, mit denen man nicht wirklich viel anfangen kann. Bisher habe ich diese Dinge aufbewahrt, wahrscheinlich nur, um dem Schenker kein schlechtes Gefühl zu geben. Doch während der wahrscheinlich schon längst vergessen hat, was er mir vor vier Jahren vor lauter Schreck geschenkt hat, gibt das Teil nur mir ein schlechtes Gefühl, besser gesagt ein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht nutze oder mag. Genauso verhält es sich übrigens mit ungelesenen Büchern.

Nachdem ich mich endgültig beim Flohmarkt angemeldet hatte, brach das Chaos in meiner Wohnung aus. Der Wohnzimmertisch und einige Kisten drumherum wurden zur Sammelstelle erklärt. Zwei Wochen lang konnte ich abwägen und Entscheidungen treffen. Am Tag vor dem Flohmarkt sah es fast so aus, als würde ich ausziehen wollen.

Der Transport

Ein eigenes Auto ist wohl die beste Möglichkeit, um die Waren zum Flohmarkt zu bringen. Das leuchtet ein. Leider hatte ich kein eigenes Auto parat, aber hätte ich eines gehabt, hätte ich bereits am Vorabend alles darin verstaut, um die Stunde Schleppen am Morgen einzusparen. Aber auch ohne eigenes Auto muss der Flohmarkt nicht ins Wasser fallen. Ich habe meine sechs Kisten, eine Kleiderstange und mehrere große Beutel in einem DriveNow zu meinem Stand transportiert. Für die Rückfahrt mit weniger, aber dennoch immer noch reichlich Gepäck, habe ich mir ein Taxi organisiert. Dafür geht natürlich ein Teil des Gewinns drauf, aber besser so als gar nicht oder?

 

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Der Stand

Mein Verkaufsstand wurde glücklicherweise von den Veranstaltern gestellt.  Gegen eine Gebühr, die sich übrigens um die Hälfte verringerte – wenn man einen Kuchen mitbrachte – habe ich einen 3 m langen, überdachten Stand bekommen. Wenn man seinen Verkaufstisch selbst mitbringen muss, eignet sich wohl am besten der gute, alte Tapeziertisch. Campingtische gehen natürlich auch. Ich habe ein paar Decken mitgenommen, um die Optik meines Standes ein wenig aufzuwerten. Wenn die Decke vorne bis zum Boden geht, kannst du deine leeren Kisten auch sehr gut unter dem Tisch verstecken.

Nimm dir auch eine Sitzgelegenheit mit. Bestenfalls natürlich einen schön leichten Klapp- oder Campingstuhl. Ich hatte leider keinen dabei, hatte aber auch schon genug mit meinen Waren zu schleppen. So nach der fünften Stunde Stehen hätte ich aber dann doch schon gut einen Stuhl gebrauchen können. Aber dennoch würde ich dazu raten, hauptsächlich zu stehen und präsent am Stand zu sein. Wer scheinbar unbeteiligt rumsitzt und in sein Smartphone tippt, den spricht der Kunde ungern an.

Denkt auch an Regenschutz, vor allem für die Waren- und genauso an einen Sonnenschutz , vor allem für euch. Als Regenschutz eignet sich am besten eine Malerfolie aus dem Baumarkt, mit der ihr euren Tisch bei einem Regenschauer schnell abdecken könnt. Im Herbst oder Winter solltet ihr euch natürlich warm genug anziehen, besonders im Winter unterschätzt man oft die Kälte. Beim morgendlichen Armraushalten fühlt sich das vielleicht noch ganz angenehm an, aber nach 6 Stunden auf den Beinen sieht das schon ganz anders aus. Da ihr viel mit Geld hantiert, machen sich die Handschuhe mit den abgeschnittenen Fingern besonders gut.

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Wechselgeld

Es ist sinnvoll Kleingeld im Wert von circa 50 EUR dabei zu haben. Sicherheitshalber habe ich noch ein paar Scheine mitgenommen. Wer keine Lust hat über Wochen hinweg Kleingeld zu sammeln oder keine Zeit hat, extra zur Bank zu laufen, der begebe sich an den nächsten Fahrkarten-Automaten. Ich habe mir vier Einzelfahrten mit einem jeweils großen Schein gekauft. Und Jackpot: Hier ist das Wechselgeld. Da ich die meisten Dinge zu einem Preis von circa 1-2 EUR angeboten habe und die Leute passend zahlen konnten, kam recht schnell noch mehr Kleingeld zusammen. Aber es war trotzdem sehr gut, dass ich in der Lage war, auch einen 50 Euroschein zu wechseln.

Präsentation der Waren

Kleidung ist am besten auf einer Kleiderstange aufgehoben. Hier lassen sich die Teile ordentlich drapieren und sehen auch immer noch ordentlich aus, nachdem der zwanzigste Interessent die Teile durchgeguckt hat. Ich habe ein paar Wochen in den Kleinanzeigen gewühlt und nach einer gebrauchten Kleiderstange und einfachen Kleiderbügeln gesucht. Nachdem ich nicht fündig geworden bin, habe ich mir letztendlich die günstigste Kleiderstange von IKEA gekauft. Die circa 60 Kleiderbügel, die ich benötigte, hätte ich mir fast bei verschiedenen Anbietern zusammengekauft, aber irgendwie war es mir zu blöd, eine Stunde durch Berlin zu fahren, um für 1 EUR Bügel zu erstehen. Glücklicherweise hatte ich die rettende Idee mal nett bei der Änderungsschneiderei und Reinigung meines Vertrauens nachzufragen. Ohne Zögern lieh mir der nette Herr einen großen Batzen Kleiderbügel. Wirklich toll.

Außerdem hatte ich einen Spiegel dabei, damit die Leute sich mit dem schnell übergeworfenen Pulli einmal betrachten konnten, bevor sie ihn kauften. Der Spiegel stand jedoch auch zum Verkauf, aber kein Problem: Als der weg war, habe ich eine Kundin einfach schnell in ihrem neuen Outfit fotografiert.

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Die vielen Bücher habe ich übersichtlich in Kisten eingeordnet. Für Bücher, für die ich nur noch 1 EUR oder weniger haben wollte, habe ich eine Wühlkiste eröffnet. Ja, Menschen wühlen wirklich gerne und freuen sich umso mehr, wenn sie in dem Wust noch einen Schatz finden.

Alle weiteren Gegenstände habe ich teilweise nach Themen geordnet, teilweise einfach da hingestellt, wo noch ein bisschen Platz war. Vor allem Kuscheltiere oder kleine Deko-Elemente haben so immer wieder die Aufmerksamkeit eines potentiellen Käufers geweckt, während er seinen Blick über den Verkaufstisch schweifen ließ. Ich habe darauf geachtet, den wirklichen “Ramsch” nicht direkt neben die hochwertigen Waren zu stellen, da diese durch den billigen Nachbarn auch gleich im Wert sinken.

Drapiert besonders die Gegenstände, für die ihr noch ein bisschen mehr haben wollt als nur 1 EUR, am besten auf einer Art Podest. Eine umgedrehte Schachtel tut es hier auch, und hebt sie somit aus der Masse hervor.

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Preise

Wenn ich auf einen Flohmarkt gehe frage ich ungern nach dem Preis. Ich mag es lieber wenn die Preise an den Waren stehen. Aus diesem Grund habe ich es auch so gehandhabt. Jedes der Kleidungsstücke habe ich mit einem kleinen Aufkleber mit meiner Preisvorstellung versehen. ABER das würde ich nicht noch einmal so machen. Denn je mehr Zeit voranschritt, desto weniger wollte ich für die Teile haben. Klar, ich wollte ja so viel wie möglich loswerden. Ich rate also, die Preise je nach Nachfrage und Uhrzeit anzupassen.

Das gilt eigentlich für alle Teile. Natürlich hatte ich meine 1-Euro-Wühlkiste, aber nach ein paar Stunden auf dem Flohmarkt und ein paar ausgesprochenen Preisvorstellungen, merkt man schnell, was die Klientel bereit ist zu zahlen und man kann spontan die Preise anpassen. Oftmals passierte es mir, dass die Leute nur das Gesicht verzogen und weiter gingen, anstatt von sich aus einen anderen Preis aufzurufen und zu handeln. Nur einige wenige Teile wollte ich für einen bestimmten Preis verkaufen und habe sie letztendlich wieder mitgenommen und nun bei ebay reingestellt. Bei vielen anderen Sachen, war mir einfach nur wichtig, dass sie nicht auf dem Müll landen und habe deshalb preislich sehr niedrig angesetzt.

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Checkliste

  • Proviant: Nimm dir ein bisschen was zu essen und zu trinken mit. Jedoch auch nicht zu viel. Ich habe mich mit Schnittchen, Snacks und 1 l Wasser eingedeckt und hab letztendlich nur ‘ne Bifi runterbekommen. Vielleicht geht’s auch mir nur so, aber irgendwie war ich viel zu aufgeregt um zu essen.
  • Feuchte Tücher: Wenn man so viel schleppt, aufbaut und so viel Kleingeld seinen Besitzer wechselt, macht man sich die Hände schnell schmutzig. Und das Schnittchen will man mit den dreckigen Händen lieber nicht anfassen.
  • Müllbeutel: Zum einen bleibt so der Stand sauber UND die Müllbeutel lassen sich sehr gut als Tragetasche für die verkaufte Ware benutzen. Daran soll der Kauf schließlich nicht scheitern
  • Küchenrolle oder Zeitungspapier: Zerbrechliche Waren, wie Tassen oder Porzellan-Deko habe ich für die Kunden in Zeitungspapier eingewickelt
  • Kopfschmerztabletten und Pflaster: Mit ‘nem Aua steht es sich nicht so gut stundenlang auf dem Flohmarkt. Am Ende hatte ich drei blutige Stellen irgendwo an den Fingern und einige Fingernägel haben den Tag ebenfalls nicht überlebt.

Ich habe insgesamt 240 EUR eingenommen. Ich musste zweimal zählen, weil ich es gar nicht glauben konnte. Neben einigen wenigen Teilen, die ich für 5-10 EUR verkauft habe, waren es wohl aber vor allem die 1-2 EUR-Teile, die sich da angesammelt haben. Das freute mich sehr, aber viel mehr hat mich gefreut zu sehen, wie sich die neuen Besitzer über die Dinge gefreut haben, mit denen ich nicht mehr viel anfangen kann.

Wieder zu Hause angekommen, habe ich einige Teile zum Verschenken vor die Tür gestellt, den Großteil der Kleidung habe ich gespendet und der wirkliche “Ramsch” musste nun wirklich daran glauben und kam in die Tonne. Mit diesen Tipps sollte auch dein Flohmarkt ein Erfolg werden. Ganz wichtig ist aber eines: Hab keine zu großen Erwartungen, sondern einfach nur Spaß. Wenn du noch mehr Tipps hast, dann lass es uns gern in den Kommentaren wissen. Der nächste Flohmarkt kommt bestimmt.

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DIY-Kosmetik: Drei einfache Rezepte für strahlende Haut

Selbermachen heißt nicht nur, dass man mit Werkzeug hantiert oder bastelt. Nein, du kannst sogar deine Schönheitspflege selbst in die Hand nehmen und die Pflegemittel herstellen. Auch eine super Last-Minute-Geschenkidee! Kosmetik selbst zu machen ist nicht nur im Trend, sondern auch supereinfach. Viel Spaß mit meinen Tipps für tolle DIY-Kosmetik.

Cremes, Peelings, Kuren. Allesamt hauen wir sie uns ins Gesicht oder auf die Haare und hoffen, dass ihre natürlichen Inhaltsstoffe ihre Arbeit tun und Haut und Haar bald wieder erstrahlen lassen. Doch draufstehen kann auf den Verpackungen der kosmetischen Produkte vieles. Warum nicht wieder auf die guten, alten Hausmittel zurückgreifen oder Zutaten einfach mal selbst zusammen mischen?! Denn dann weißt du ganz genau was drin ist. Die meisten Zutaten, die du dafür benötigst, stehen bestimmt schon in deinem Küchenschrank. Ein paar vielleicht nicht, aber das wird sich ganz sicher bald ändern. Ich verrate dir meine ganz persönlichen Lieblinge der natürlichen Kosmetik und ihre Anwendungsmöglichkeiten.

But first, Coffee! – Das Kaffee-Körperpeeling für glatte Haut

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Was du dafür brauchst:

  • 30 Gramm Kaffeepulver (oder auch Kaffeesatz)
  • 70 Gramm Kokosöl
  • 40 Gramm Zucker
  • 1 1/2 EL Zimt
  • Schüssel und Löffel

Kaffee ist belebend. Das erfahren wir jeden Morgen aufs Neue. Also ich nicht, weil ich keinen Kaffee trinke, aber ich habe davon gehört… Auch wenn ich ihn nicht gerne trinke, ich liebe den Geruch von Kaffee(pulver). Und genau dieses kann auch für die Haut Wunder bewirken. Das Koffein im Kaffee fördert die Durchblutung der Haut und stimuliert die Zellerneuerung. Es kann deshalb dazu beitragen, dass Cellulite verblasst und raue Stellen, beispielsweise am Ellenbogen oder der Fußsohle, wieder Babypopo-weich werden. Auch dem Zimt wird eine belebende Wirkung zugeschrieben. Seine Antioxidantien sorgen ebenfalls für straffe und elastische Haut.

Hinzu kommt ein weiterer Alleskönner, der in meinem Badezimmer eigentlich nicht mehr wegzudenken ist: Kokosöl. Wer abends eeeewig lange braucht, um das Augen-Makeup zu entfernen, sollte es einmal mit Kokosöl versuchen. Alles. Sofort. Weg. Kokosöl ist nicht nur feuchtigkeitsspendend, sondern wirkt auch antibakteriell. Deswegen verwende ich Kokosöl gern gegen Pickelmale oder aufgeplatzte Lippen. Oder als Haarkur, bei Sonnenbrand oder oh kennst du diese fiesen kleinen Wunden im Mund? Du siehst, Kokosöl ist universell einsetzbar und du kannst damit auch noch dein Essen anbraten oder es als Butterersatz benutzen. Achte nur darauf, dass es sich um natives, kaltgepresstes Öl handelt. Ich kaufe meines meistens online, bin aber auch schon im Bioladen fündig geworden.

Aber zurück zum Peeling. Gib Kaffee, Kokosöl und Zimt in eine Schüssel. Außerdem kommt Zucker hinzu, der für den sanften, peelenden Effekt verantwortlich ist (für ein grobes Peeling kannst du Meersalz verwenden). Vermisch nun alles mit einem Löffel (oder einen Stabmixer) bis aus den einzelnen Zutaten eine wohlig duftende Paste geworden ist. Du kannst das Peeling anschließend direkt benutzen. Trag es auf die zu straffenden Stellen – in den meisten Fällen sind das die Oberschenkel – auf, massiere die Kaffee-Paste ein und erfreue dich am anregenden Duft. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit kannst du das Peeling wieder abwaschen. Aber Vorsicht: Durch das Kokosöl besteht in der Dusche nun Rutschgefahr. Das Peeling kann super auch für später oder als Geschenk in ein luftdichtes Gefäß abgefüllt und ein paar Tage kann im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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Kommt Zeit, kommt Bad! – Ein pflegender Badezusatz

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Was du dafür brauchst:

  • 140 Gramm Natron
  • 40 Gramm Speisestärke
  • 25 Gramm Zitronensäurepulver
  • 2-3 EL Olivenöl (natüüürlich geht auch Kokosöl)
  • Schüssel und Löffel
  • Lebensmittelfarbe
  • keine Plätzchenausstecher
  • Backförmchen aus Silicon

Hauptbestandteil des sprudelnden Badezusatzes ist Natron, das du in der Backabteilung oder in der Drogerie bei der „Gesundheits & Fitness“-Abteilung finden kannst. Natron ist ähnlich toll wie Kokosöl und auch schon sehr lange Teil meiner Hausapotheke. In Wasser aufgelöst hilft es nicht nur unmittelbar gegen Sodbrennen, sondern reinigt auch die Haut und macht sie samtweich. Gegen unreine Haut kann man ein Natron-Wassergemisch auch als Peeling benutzen. Alte Hautschuppen sterben ab, die Haut wird revitalisiert und sichtbar reiner. Wer es aber ein bisschen prickelnder haben will, mischt Zitronensäurepulver und Speisestärke (beides ebenfalls in der Backabteilung zu finden) hinzu. Mit 2-3 EL Oliven-oder Kokosöl wird die Masse miteinander vermischt, bis die Konsistenz ungefähr so ist wie nasser Sand. Wer mag kann Lebensmittelfarbe und ein paar Tröpfchen ätherische Öle oder andere Aromen hinzugeben.

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Ich fand die Idee ganz schön, kleine Badesalz-Männchen herzustellen und habe die Masse in Plätzchenausstecher gefüllt und festgedrückt. Leider haben die Männchen das Herauslösen nach dem Trocknen nicht überlebt. Die Form war einfach zu filigran. Im zweiten Versuch habe ich Silicon-Backförmchen benutzt und auch hier die Masse fest hineingedrückt. Nach circa 2 Stunden im Kühlschrank ließen sie sich sehr gut entfernen. Wahrscheinlich sollte man die “Muffins” noch ein paar Tage länger durchtrocknen lassen. Meine zerfielen leider recht schnell wieder. Nichtsdestotrotz funktioniert der Badezusatz auch in seiner Form als Badesalz und ist eine schöne Möglichkeit ein Natronbad zu einem bunten Erlebnis zu machen. Experimentiere mit den Lebensmittelfarben und Aromen herum. Je nach Duft und Farbe ist der Badezusatz, abgefüllt in kleine Gläschen, ein tolles, selbstgemachtes Geschenk für Geburtstage, Babypartys (deswegen die Idee mit dem kleinen Männchen) oder Weihnachten.

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So fresh, so clean – Die erfrischende Avocado-Joghurt Maske

Was du dafür brauchst:

  • 1/2 Avocado
  • 2 EL Naturjoghurt
  • Honig

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Ich liebe Avocados. Bisher jedoch eher zusammen mit Tomaten auf Toast oder als Beilage zu einem pochierten Ei. Für alle Avocado-Lover da draußen, die gern mal zu viele von ihren Lieblingen kaufen und dann doch nicht mit dem Essen hinterher kommen, gibt es hier die Lösung. Bevor du die Avocado schweren Herzens in den Müll wirfst, mach lieber eine pflegende Gesichts-Maske daraus.

Zerdrücke die halbe Avocado mit einer Gabel und gib 2 Esslöffel Naturjoghurt und ein wenig Honig hinzu. Avocados sind absolute Feuchtigkeitsspender und beruhigen die Haut. Der Joghurt ist besonders gut verträglich für empfindliche, trockene Haut. Honig ist auch so ein kleiner Tausendsassa. Dank seiner antibakteriellen Wirkung wird er gerne bei der Hautpflege und gegen kleine Wunden und Pickel eingesetzt.

Vermisch all die genannten Zutaten zu einer einheitlichen Masse. Anschließend kannst du die Maske auftragen. Ich habe dafür einen Teigschaber benutzt, was erstaunlich gut funktionierte. Den Rest vom Honig kannst du als Balsam auf deine Lippen auftragen und für die nächsten zehn Minuten – so lange sollte die Maske ungefähr einwirken –  versuchen, ihn nicht wieder abzulecken. Schwer, ich weiß, aber notwendig, da der Honig sonst seine pflegende Wirkung nicht vollständig entfaltet. Wasch die Maske mit viel warmem Wasser ab. Die Haut fühlt sich anschließend total erfrischt an und eventuelle rote Stellen haben sich beruhigt. Die Maske kannst du einmal die Woche anwenden.  Je nachdem wann mal wieder eine Avocado übrig bleibt.

Foto-Hintergrund DIY: So werden deine Blog-Fotos zum Hingucker

Ein Blog braucht schöne Fotos. Ob Fashion-, Food- oder DIY-Blog, jedes geschriebene Wort erhält mit einer Illustration einen Mehrwert. Doch nicht nur für den Blog oder den Instagram-Account lohnen sich professionell anmutende Fotos. Auch für deinen DaWanda-Shop oder für eine ebay-Aktion lohnt sich der kleine Mehraufwand.  Heute gebe ich dir einen Einblick hinter die Kulissen und verrate dir, mit welchen einfachen Tipps und Tricks du deine Fotos professionell in Szene setzen kannst.

Aber ich hab doch kein Equipment!

Lass dich nicht von vermeintlich mangelndem Equipment davon abhalten deinen Blog oder Instagram-Feed mit schönen Bildern zu befüllen. Du musst nicht unbedingt eine teure Spiegelreflexkamera besitzen, um schöne Fotos machen zu können, denn auch die Smartphones sind heutzutage mit hochauflösenden Kameras ausgestattet. Aber egal, ob du mit dem Handy fotografierst oder eine „richtige“ Kamera benutzt, achte immer darauf, dass deine Bilder gut ausgeleuchtet sind. Gerade die Smartphone-Kameras verschlucken bei nicht optimalen Lichtverhältnissen gern ein paar Bildinformationen und erhalten ein unschönes „Rauschen“. Solltest du kein Lichtequipment besitzen, dann verlagere deine Foto-Location am besten ans Fenster und nutze das Tageslicht. Das schränkt ein wenig in der Zeitplanung ein, ein nächtliches Fotoshooting ist so eher unmöglich, jedoch ist es in jedem Fall eine sehr günstige und platzsparende Variante. Aber: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Achte darauf, dass deine Objekte (oder du) keine harten Schatten werfen. Wie bei jeder Kamera solltest du scharf stellen (also einmal auf den Screen tippen) und versuchen beim Fotgrafieren nicht zu atmen wackeln. Und ganz wichtig: Nicht zoomen, nutze den „natürlichen“ Zoom, indem du einfach näher heran gehst. Das Handy besitzt keinen optischen Zoom, sondern vergrößert lediglich den Bildausschnitt. Die Qualität deines Fotos leidet sehr darunter.

Der richtige Hintergrund für das perfekte Bild

Da die Sache mit dem Equipment nun geklärt ist, fehlt zu einem professionellen Foto jetzt nur noch der passende Hinter- bzw. Untergrund. Das Objekt der Begierde soll ja schließlich im Mittelpunkt stehen. Hässliche Wandfliesen oder das chaotische Bücherregal im Hintergrund würden da nur ablenken. Die großen und bekannten Blogger und Instagrammer scheinen eine sehr abwechslungsreich möblierte Wohnung zu haben, werden die zu fotografierenden Objekte doch auf einem Sammelsurium der unterschiedlichsten Materialien drapiert. Ein edler Tisch aus dunklem Holz hier, eine Wand mit abgeplatzter Farbe da. Und jeder Blogger, der was auf sich hält, nennt offensichtlich einen großen, weißen Schreibtisch sein Eigen, auf dem sich die verschiedensten Objekte herrlich neutral ablichten lassen. Denkste. Blogger greifen hier natürlich in die Trickkiste. Ich tue das jetzt auch und zeige dir wie es geht:

Mit relativ einfachen Mitteln habe ich mir sechs Fotohintergründe gebastelt. Mit ein bisschen Glück hast du/deine Eltern/Nachbarn/Freunde noch Holz oder Farb- und Tapetenreste im Keller, die zu keinem kompletten Wandanstrich mehr ausreichen. Ich hatte das leider nicht und habe deshalb einen Nachmittag lang im Baumarkt gestöbert und mir alle Materialen für meine Hinter- bzw. Untergründe zusammengesucht. Hintergründe, die neutral genug sind, als das sie für die meisten meiner Motive passen und die ich gut miteinander kombinieren kann.

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Zunächst habe ich mir als Basis für die Hintergründe drei HDF-Platten (MDF-Platten sind mitteldichte Holzplatten, HDF sind hoch verdichtet) in DIN A1 für je 2,10 EUR gekauft. Zu Beginn hatte ich etwas dickere und ziemlich schwere Spanplatten aus der Restpostenabteilung auf den Warenkorb verfrachtet, habe mich dann aber doch um entschieden, als ich die HDF-Platten entdeckte. Die sind so viel leichter, trotz ihrer Größe von 59,4cm x 84,1cm sehr handlich und lassen sich bei Nichtbenutzung gut hinter der Tür verstauen.

Um möglichst viel aus den Platten herauszuholen, habe ich die Vorder- und Rückseite mit verschiedenen Materialen versehen. Als erstes fiel meine Wahl auf das klassische Weiß. Da ich meine Hintergründe auch so miteinander kombinieren möchte, sodass eine Platte als Unter- und die andere als Hintergrund dient, habe ich zwei Seiten (unterschiedlicher Platten natürlich) mit weißer Farbe gestrichen, um eine rein weiße „Box“ bauen zu können. Hierfür habe ich ein 5l-Eimerchen weißer Farbe besorgt und mit Hilfe einer kleinen Farbrolle in zwei Schichten auf die Platten aufgetragen. Eine dritte Seite habe ich ebenfalls zunächst mit weiß grundiert und anschließend das restliche Weiß im Töpfchen mit schwarzer Abtönfarbe vermischt. Auf diese Weise entstand Hintergrund Nummer 3: eine graue Betonwand-Optik. Während die Farbe langsam trocknete, ging ich mit einem Schleifschwamm über die Oberfläche und brachte ein wenig Textur rein.

Hintergrund 4 ist das klassische Schwarz mit einem kleinen Kniff. Ich habe nicht nur einfache schwarze Farbe auf die Platte aufgebracht, sondern schwarze Tafelfarbe. Auf diese Weise kann ich meine Bilder zusätzlich mit Kreidezeichnungen oder Schriftzügen verzieren. Eine weitere Möglichkeit meine neuen Handlettering-Skills einzusetzen. (wobei ich hierbei bemerkt habe, dass Kreide Next-Level-Sh** ist)

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Holz ist als Bildhintergrund gerade ganz groß. Natürlich darf auch das in meiner Sammlung nicht fehlen. Nach gefühlten Stunden vor dem Tapetenregal des Baumarktes (es gab sooo unfassbar viele schöne Tapeten) entschied ich mich für eine Vliestapete in weißer Bretteroptik mit abgesplitterter Farbe. Da mir das Geklecker mit Tapetenkleister zu aufwendig war, habe ich auf Sprühkleber zurückgegriffen, um die Tapete anzubringen. Ein Unterfangen, was wohl am besten zu zweit funktioniert. Auf ebendiese Art und Weise brachte ich/wir auch Hintergrund Nummer 6, eine Folie in edler Holzoptik, auf die Platte. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass die Folie/Tapete gleichmäßig aufgebracht wird, da sonst unschöne Blasen entstehen, die auf den Fotos sichtbar werden. Die Illusion einer echten Holzplatte ist dann natürlich passé. Sehr gut geht das im Übrigen mit einer Rakel, die mein Mann nach einigen Jahren als Ausstatter in der Werbung und sehr, sehr vielen angebrachten Folien sein Eigen nennt. Überstehende Folie kann vorsichtig mit einem Cuttermesser entlang der Kante abgetrennt werden. Aber Vorsicht: Unbedingt eine Unterlage benutzen. Unser Esstisch weiß warum…

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Fertig! Du hast deine Kamera. Du hast Tageslicht. Und die Hintergründe sind auch getrocknet und stehen bereit für das Shooting. Endlich kann fotografiert werden.

Licht, Kamera, Action!

Doch wie setzt man das zu fotografierende Objekt bzw. die Objekte am besten in Szene? Geht es um die reine Präsentation eines Produktes ist wohl die weiße „Box“ die beste Wahl. Das Produkt steht im Mittelpunkt, weder Dekorationen noch andere sogenannte Props werden benötigt. Stellen wir uns vor, ich würde Kollege Froschkönig gern auf ebay verkaufen wollen, käme er in der natürlich ausgeleuchteten, weißen Fotobox wohl besser zur Geltung, als auf meinem Boden im Lampenlicht. Im Foto in der Mitte seht ihr meinen Aufbau direkt am Fenster. Die Rückwand wird ganz einfach durch eine Stuhllehne gehalten. Auf diese Weise können alle möglichen Produkte, beispielweise für deinen dawanda-Shop, abgelichtet werden.

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The Magic of Flat Lay

Ein Flat Lay hast du mit Sicherheit schon mehrmals gesehen. Halb Instagram besteht aus den aus der Vogelperspektive geschossenen Bildern, die eine Ansammlung von Gegenständen zeigen. Manchmal steht ein Objekt besonders im Mittelpunkt (das wäre dann das „hero piece“), weitere Gegenstände liegen unterstützend drumherum. Alle zusammen erschaffen eine bestimmte Atmosphäre, sollen eine Geschichte erzählen. Möchtest du als Modeblogger beispielsweise einen Bikini in Szene setzen, kannst du dem „Stillleben“ noch andere Gegenstände die bestenfalls farblich und thematisch zum Strand-Motto passen hinzufügen und damit eine einheitliche, sommerliche Stimmung kreieren. Auf ähnliche Weise habe ich im Übrigen einige Klamotten für eine Kleidertausch-Plattform fotografiert. Die Fotos wurden abgelehnt, weil “man keine kopierten Bilder aus dem Internet benutzen darf”. Ich hab das mal als Kompliment gesehen.

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Mit den verschiedenen Untergründen sind alle möglichen Szenarien denkbar. Sei kreativ und schau dich in deinen eigenen vier Wänden nach „Props“ um, die dem Bild noch mehr Leben und (deine) Persönlichkeit geben können. So habe ich also alle Dinge herausgekramt, die irgendetwas mit Reisen zu tun haben und sie auf meinem neuen, edlen Holzuntergrund drapiert.

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Für ein anderes Flat Lay habe ich Materialen gemixt und auf meinen harten „Betonboden“ eine kuschelig weiche Decke drapiert.

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Neben den Storyteller-Flat Lays gibt es auch die eher ästhetisch daherkommen und dabei fast schon Kunst sind. Sie erzählen nicht minder eine Story, haben jedoch einen eher cleaneren Look. Möchtest du eher minimalistisch, weil das zu deinem Stil passt, nutze eine Schnur, um die geraden Linien exakt hinzubekommen oder verlass dich auf dein Augenmaß. Magst du es eher chaotisch, spiel Mikado mit den Gegenständen. Drapier sie kreuz und quer auf dem Untergrund und “erzähle” wie für dich dein perfekter Sonntag aussieht.

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Jetzt bist du dran. Auf in den Baumarkt oder auf den Dachboden und losgeDIYt. Lass dich auf Instagram und Pinterest von abermillionen Flat Lays inspirieren und zeig uns auf Instagram mit dem Hashtag #nevernotmaking deine Ergebnisse.

Bist du fit fürs Festival? Tipps und Selbstmach-Quickies

Endlich wieder Festival! Sommer, Sonne, Musik und die Nächte durchmachen, einfach nur tanzen, feiern und freuen, dafür lieben wir unsere Festivals. Und auch wenn es regnet und matschig ist – gut vorbereitet kann uns das Wetter (fast) gar nix! Denn nie fühlen wir uns so frei, wenn wir mit anderen Verrückten zu guter Musik und ohne jedes Zeitgefühl einfach nur die Sau rauslassen!

Wie gesagt: gut vorbereitet. Denn schnell kann man zwischen Dixie-Klos und endlos langer Dusch-Schlange mit dickem Schädel und wenig Schlaf an seine Grenzen kommen. Vielleicht können wir dir mit ein paar Tricks und DIY-Quickies, sowie einem kleinen Festival-1×1 weiterhelfen!

Bitte nicht zu viel Gepäck, aber trotzdem alles dabei haben.

Je nachdem, welchen Wert du auf Styling und Hygiene legst oder wie wärme- bzw. kälteempfindlich du bist, solltest du ein paar Basics zum Überleben auf dem Campingplatz und Durchhalten auf dem Festival-Gelände dabei haben:

DIE BASIS-AUSSTATTUNG

  • Sonnencreme Vorher den Wetterbericht checken. Aber Obacht, auch bei bedecktem Himmel kann’s Sonnenbrand geben!
  • Sonnenbrille Hilft vielleicht auch ganz gut am zweiten und dritten Tag, wenn die Augen immer kleiner werden…
  • Kleine Tasche Praktisch sind Bauchtaschen, Turnbeutel oder Jutebeutel mit langen Henkeln.
  • Hand-Desinfektion Klingt penibel, ist aber superpraktisch und gibt ein sauberes Gefühl.
  • Feuchttücher Es ist nicht gerade würdevoll, aber immer noch besser als keine Dusche.
  • Sprühflasche Bei heißem Wetter wirklich ein Segen. Selbst wenn sie mit warmen Wasser gefüllt ist, wirkt jeder Spritzer auf dem Körper erfrischend!
  • Regencape und Gummistiefel Stichwort Wetterbericht
  • Ohropax Irgendwann muss auch kurz geschlafen werden. Wenn du hast, nimm eine Schlafmaske mit, weil man auf Festivals selten nachts schläft.
  • Powerbank Für die Handysüchtigen, so kann man das Handy je nach Gerät 2-3 Mal aufladen (gibt es akku- oder solarbetrieben).
  • Kopfschmerztabletten und Pflaster und was du sonst noch so brauchst in deiner Notfall-Apotheke. Verhütungsmittel bitte nicht vergessen.
  • Lippenpflege Hilft bei sonnen-ausgetrockneten und viel geknutschten Lippen.
  • Klopapier Und zwar viel mehr als du dir vorstellen kannst, dass du es brauchst.

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DAS CAMPING-EQUIPMENT

  • Zelt Je kleiner, desto schneller aufgebaut. Kommt natürlich drauf an, wer alles mit drin schlafen soll… Hier vielleicht auch auf den Wetterbericht achten.
  • Matratze Am besten die Matratze vorher auf etwaige Löcher testen. Es wird ärgerlich, wenn schon nach der ersten Nacht die Luft raus ist.
  • Schlafsack und kleines Kissen Gemütlicher ist es natürlich mit Decke und Kopfkissen, denk dran, dass du alles schleppen musst.
  • Campingstuhl Den ganzen Tag auf der Decke / dem Handtuch /dem Boden zu liegen, könnte ungemütlich werden und dich neidisch auf die Partypeople mit Stuhl blicken lassen.
  • Grill oder Campingkocher (+ Kartuschen) Ist Geschmacks- und Gepäcksache. Vielleicht magst du auch lieber das leckere Food vor Ort. (Dementsprechend brauchst du auch Dosenfutter oder Grillzeug.)
  • Becher, Messer, Löffel, Teller Je nachdem was du essenstechnisch geplant hast, könnten dir diese Dinge behilflich sein.
  • Wasser Ist nicht nur Retter für den Nachdurst. Genug trinken ist wichtig für das Durchhaltevermögen und auch beim Zähneputzen nicht zu verachten. Mindestens eine 1,5 Liter-Flasche pro Tag einplanen.
  • Taschenlampe Falls du dein Handy nicht dabei hast oder es dich im Stich gelassen hat und du nachts eher maulwurfmäßig unterwegs bist.
  • Zahnbürste und Zahnpasta Bedürfen keiner weiteren Erklärung.
  • Gaffa- oder Duct-Tape Wahnsinn für was man das alles brauchen kann!

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DER FESTIVAL-STYLE

  • Temporäre Tattoos …wer keine Langzeit-Tattoos hat.
  • Glitzer baby.
  • Haarbürste und Haarkram und Trockenshampoo Am ersten Tag offen, am zweiten Tag nen schicker Zopf, am dritten Tage ne Mütze/ nen Cappy drauf. Fertig.
  • Bequeme Schuhe, Flipflops Bequem ist hier das Zauberwort! Tanz- und lauffest müssen sie sein, die Treter. Flipflops sind ganz praktisch für den kurzen Gang zum Imbiss oder Klo.
  • Klamotten Lässig und stylisch fürs Festivalgelände und chillig für die Gammel-Action in der Camping-Area. Denkt dran, es könnte nachts kühl werden. Wechsel-Schlüppi nicht vergessen.
  • Kosmetik Da weißt du ja, was du brauchst.
  • Abschminktücher Wichtig fürs Wohlgefühl und die Haut. Ne gute Creme nicht vergessen.
  • Handspiegel Fürs Wiederauffrischen!

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Flagge zeigen und nach Hause finden

Wenn es eine existenzielle Sache beim Festival gibt, dann ist es die Notwendigkeit sein eigenes Zelt zu finden. Egal in welchem Zustand. Eine tolle Möglichkeit sind selbstgemachte Flaggen oder Banner. Ich habe zum Beispiel für unser mo-niversum auf der Fusion einen Banner gebastelt, sodass alle meine Chaoten auch schön nach Hause finden.

Such dir dafür einen hellen Stoff (darauf wirken die Farben am besten) und schneide ihn auf dein gewünschtes Format zu. Du kannst dir für dein Wunschmotiv Schablonen ausdrucken und ausschneiden oder malst und schreibst freihand. Für die Gestaltung eignen sich fast alle Farben: Acryl-, Textilfarben oder Spraydosen. Ich empfand die Spraydosen als schnellste Lösung, es ist ja schließlich auch ein DIY-Quickie. Und je nachdem, wie du dein Banner befestigen willst, kannst du ihn entweder mit Löchern versehen oder (so wie ich) den Banner umdrehen, eine Schnur 2 cm unterhalb der Kante auf den Stoff legen, diesen umschlagen und mit der Klebepistole fixieren. Das hält. Nähen wäre natürlich die schönere Variante.
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Getränkehalter zum Umhängen

Vor langer Zeit hab ich bei einem Festival einen Getränkehalter als Werbegeschenk bekommen. Super hässlich aber saupraktisch. Den haben wir zum Vorbild genommen für die folgende Idee: Getränke-Umhänger fix genäht aus einem alten Hosen-Gürtel und Gummiband. Super eignen sich für das Projekt auch Krawatten. Je nachdem welche du Länge du brauchst, kannst du auch zwei Krawatten zusammennähen. Wie du auf dem linken unteren Bild erkennen kannst, haben wir die Gummibänder einfach an den Gürtel genäht. Dadurch, dass die Halterung elastisch ist, passen auch die unterschiedlichsten Getränkebehälter rein.
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Sonnenbrille pimpen

Und zum Schluss noch was für den individuellen Style. Schnapp dir deine ausgediente Sonnenbrille und pimpe sie mit Glitzer, Blumen oder so wie ich mit Glitzerperlen und Konfetti. Auch hier kam die Klebepistole zum Einsatz. Vorsicht, die Finger sind schnell verbrannt, wenn man nicht aufpasst. Hast du noch Ideen, was man alles auf so eine Brille kleben kann? Oder bist du der Festival-Pro und kannst uns noch was zeigen? Her damit! Mit #nevernotmaking versehen und auf Instagram posten! Whoop Whoop!

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Einrichtungs-Tipps: Dekorieren mit Sukkulenten

Wenn ich eine Pflanze sein könnte, wäre ich gern eine Sukkulente: Genügsam, bescheiden, anspruchslos, vielseitig. Und natürlich: dickfleischig zu sein gehört zum guten Ton.

Seit ein paar Jahren feiern die knubbeligen Wasserspeicher-Wunder ein anhaltendes Comeback. Vorher waren sie eher Pflanzen, die man bei alten Tanten antraf – zusammen mit einem Kaktus auf dem Telefontischchen im Wohnzimmer. Im Sprachgebrauch unterscheidet man zwar zwischen beiden, Kakteen sind aber immer Sukkulenten. Umgekehrt gilt aber nicht, dass alle Sukkulenten Kakteen sind. Der Unterschied besteht nicht nur in den Stacheln, sondern vor allem in der Herkunft: Kakteen kommen ursprünglich aus den trockenen Gebieten Amerikas, Sukkulenten stammen aus Afrika.

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Sukkulente ist auch nicht gleich Sukkulente. Je nachdem, wo sie das Wasser speichern, unterscheidet man zwischen Blatt-, Stamm- und Wurzelsukkulenten. Dabei ist die Sukkulente nicht eine eigene Gattung, sondern sie kommen in vielen, vielen, unzähligen Pflanzenfamilien und -gattungen vor. Manche sind giftig, zum Beispiel die Wolfsmilchgewächse, andere dagegen sind richtige Pflege- und Heilmittel, die bekannteste ist wohl die Aloe vera.

Arrangieren und Inszenieren

Sukkulenten eignen sich wunderbar zum Dekorieren, weil sie in den unterschiedlichsten Farben und Formen vorkommen. Da sie in vielen Fällen ähnliche Ansprüche haben (bei Unsicherheit vielleicht lieber den Händler fragen), kann man sie toll miteinander kombinieren, sei es in einem größeren Arrangement auf einem Beistelltisch, oder klassisch nebeneinander in vielen einzelnen Töpfen auf der Fensterbank. Ob in verschieden großen, aber einfarbigen Gefäßen oder in einer bunten Collage aus dem, was man eben so da hat – wenn man unterschiedliche Pflanzen hat, ergeben sich richtig faszinierende Stillleben.

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Weil Sukkulenten sehr genügsam sind, gedeihen kleine Pflanzen auch auf kleinem Raum. Man kann einen Korken aushöhlen und mit einer Minipflanze bestücken, man kann sie als Partydeko in Eierschalen oder in ausgediente Glühbirnen pflanzen. In geometrischen Miniterrarien oder Glaskugeln werden sie richtiggehend inszeniert. Wieso nicht eigene Pflanzgefäße aus Beton gießen? In Kombination mit alten Kisten (zum Beispiel aus Palettenholz) bekommen sie eher einen rustikalen Touch, in Weckgläsern sorgen sie mit ihrer sanften Pastellfärbung für einen dezenten Vintage-Stil. Ob draußen im Steingarten oder als sogenannter Vertical Garden auf dem Balkon – durch ihre kurzen Wurzeln haben Sukkulenten genügend Halt für Mauern oder in der Senkrechten. Man kann wirklich enorm mit den Allroundern experimentieren und es wird immer toll aussehen!

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Tipps zur Pflege von Sukkulenten

So robust Sukkulenten auch sind, unkaputtbar sind sie nicht. Sie mögen es unbedingt sonnig! Die ursprünglichen Wüstenbewohner sind gleichzeitig die niedrigen Temperaturen der Nacht gewohnt, so dass sie nach dem letzten Frost auch problemlos auf den Balkon oder auf die Terrasse gestellt werden können. Für einen schattigen Nordbalkon allerdings eignen sich die Knubbelpflanzen eher nicht. Je heller sie stehen, desto besser gedeihen sie. Aber bitte nicht verzweifeln, wenn sie trotz Sonne nicht gerade expandieren, Sukkulenten und Kakteen wachsen eher langsam.

Ein sicheres Todesurteil für Sukkulenten ist zu viel Wasser. Einmal die Woche gießen reicht völlig aus – im Winter können schon mal zwei/drei Wochen vergehen. Bevor die Pflanze das nächste Mal gegossen wird, sollte die Erde vollständig ausgetrocknet sein. Es gibt spezielles Kakteen- und Sukkulenten-Substrat, das sehr durchlässig ist und das die Bedürfnisse ideal befriedigt. Um Stauwasser zu vermeiden, eignen sich durchlässige Pfanztöpfe aus Plastik super, die man dann in schönere Keramik-Übertöpfe stellen kann. Beim Gießen sammelt sich so das überschüssige Wasser im Übertopf, das man dann einfach wegschütten kann. Bei Terrakotta-Töpfen unbedingt darauf achten, dass ein Abflussloch vorhanden ist. Am besten füllt man als Drainage nach einer Kieselsteinschicht noch etwas Sand in den Topf, bevor man ihn mit der Erde auffüllt. So bleiben die Wurzel-Füße in jedem Fall im Trockenen und du kannst dich noch lange an deinen knubbeligen Mitbewohnern erfreuen.

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Blütenweiße Sneaker – Reinigungstipps mit Haushaltsmitteln

Weiße Sneaker passen auch diesen Sommer (wie schon letztes Jahr) zu allem und jedem, sind mit allen Stils kompatibel und ganz zurecht das Must-Have für die Sommergarderobe. Ob noch aus der letzten Saison oder neu und das erste mal schmutzig, mit diesen Hausmitteln bekommst du deine Schuhe sauber!

Oh Schreck, ein Fleck!

Kennst du diesen Schockmoment, wenn du dich endlich traust, deine neuen weißen Schuhe anzuziehen? Du achtest total drauf, sie nicht dreckig zu machen und dann: Zack. Dreck. Nerv. Das Ärgerliche an weißen Schuhen ist, dass man sie meist nicht in die Waschmaschine werfen kann, da sich durch das Waschmittel und die Wärme der  Kleber teilweise lösen kann und gelbe Ränder entstehen.

Man bekommt die Schuhe aber mit wenig Mühe wieder sauber und das Beste ist, du hast wahrscheinlich alles dafür in deinem Küchenschrank.

Reinigungsmittel selbermachen

Das brauchst du:

  • Geschirrspülmittel
  • Backpulver
  • Zahnbürste oder Nagel-/Handwaschbürste
  • Wasser

So geht’s:

Mische etwas Backpulver (circa einen Teelöffel) und Spülmittel im Verhältnis 1:1 in eine Schale oder ein Glas und gib etwas Wasser dazu. Jetzt wird geschrubbt:  Das selbstgemachte Reinigungsmittel ist für Stoff und Gummisohle verwendbar.

Die Schnürsenkel kannst du nach dem Schrubben in deinem Putzmittel einlegen. Gieße ruhig noch etwas Wasser dazu, wenn es nicht flüssig genug ist. Gib auch das übrig gebliebene Backpulver mit dazu.

Zum Schluss solltest du die Schuhe gut abspülen – ich habe meine komplett unter den Wasserhahn gehalten, in der Sonne trocknen sie ja super schnell – so vermeidest du Schmutzränder. Die Sonne hilft außerdem die Leuchtkraft vom Weiß zu verstärken, da sie auf natürliche Weise bleicht.

Hach, jetzt kann ich wieder strahlend durchstarten!