Rome sweet Rome

Selbermachen heißt auch selbstentdecken, Rom zum Besipiel. Dieser Text hat eher mit meiner anderen Lieblingsbeschäftigung zu tun: dem Reisen. Da ich kein Reiseblogger bin, ist das ein persönlicher Text mit ein paar hoffentlich nützlichen Tipps für dich und deine Reise nach Bella Roma.

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Ideale Reisezeit für Rom

Ich war bisher zwei Mal in Rom und beide Male war es im November. Genau die richtige Zeit, um Rom zu erkunden. Sicher, es ist nicht mehr megawarm, aber das muss es für eine Erkundungstour ja auch nicht. Der große Vorteil ist, dass die Stadt nicht mehr so voll ist. Die Schlangen vor den Museums-Eingängen sind überschaubar und in den Hop-on-Bussen bekommt man sogar einen Platz. Wenn es bestimmte Dinge gibt, die dich interessieren, überprüfe, dass sie zu deiner gewünschten Reisezeit auch geöffnet haben, dennn manche Einrichtungen schließen den Winter über.

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Unbedingt sehen?!

Ich tu mich schwer mit solchen To-Do-Lists. Jeder ist total anders und will andere Dinge erleben. Und außerdem kommt es eh immer anders, als man denkt. Vor dem Urlaub mache ich zwar immer Hausaufgaben und erstelle mir ein Pinterest-Board mit allem Interessanten, finde es dann aber doch nervig, das “abzuarbeiten.”

Urlaub ist zur Entspannung da und zum Sich-Treiben-Lassen.  Irgendwelche Dinge abzuhaken ist nicht so urlaubig… Ein paar Highlights sind mir begegnet, die ich trotzdem gerne teilen würde:

Campo Verano
Der Friedhof Verano im Norden des Bahnhofs Termini ist der größte Friedhof der italienischen Hauptstadt und definitiv einen Besuch wert. Wenn man sowas mag. Ich hab es mir zur Angewohnheit gemacht, in jedem Urlaub einen Friedhof zu besuchen. Wann genau das passiert ist, weiß ich gar nicht. Spätestens seit dem Père Lachaise in Paris ist ein Friedhofsbesuch für mich Pflicht.

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Auf diesem Friedhof leben viele Katzen, die sich auf den Grabsteinen räkeln und die Palmen als Kratzbäume benutzen. Sie haben sogar eine Art Stall, mit Katzenklappe und Futter.

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Fox Gallery
Wir sind nur mit Handgepäck verreist, Shopping war also gar nicht drin. Außer vielleicht ganz, ganz flache leichte Sachen. Ha! Also genau richtig in der Fox Gallery, ein Laden mit allerlei Papierschnickschnack. Poster, Karten, Notizbücher etc. Soviel schöne Muster, Drucke, Ideen und Illustrationen. Und Jennys Geburtstagsgeschenk habe ich hier auch gefunden.

muckout-diytipps-rom-22Corso Vittorio Emanuele II, 1, 00186 Roma, Italien

Das Anti-Highlight: Flohmarkt Porta Portese
Dieser Markt wird zwar in jeder Liste zu Märkten und Flohmärkten in Rom geführt, aber er ist deswegen noch lange keine Reise wert. Wir haben uns dort durchgeschlagen, weil wir auch online darauf gestoßen sind. Auch, wenn im Text stand, dass es hauptsächlich neuen Kram gibt, der vornehmlich aus asiatischer Produktion stammt, sollte es auch den einen oder anderen Vintage-Stand geben. Es gab drei Stände, an denen man kleine Möbelstücke und alte Bilder finden konnte, etwas faschistische Memorabilia und alte Asterix-Comics. Ansonsten Plastik soweit das Auge reicht.

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Hier und da noch echte Pelze (würg!!) und Kissen mit gestickten Kolosseen. Diesen Markt kannst du getrost vernachlässigen. Außer du hast alles, aber auch wirklich alles, in Rom gesehen und noch einen Sonntagvormittag ohne eine Idee. Dann kannst du dich dort mit den Massen langschieben und dein Portemonnaie gut festhalten.

Design-Gedöns kann man am Wochenende im Mercato Monti kaufen. Diesen Markt kenne ich noch von meiner letzten Rom-Reise, dieses Mal hab ich das an den geöffneten Tagen leider verschlafen und stand am Montag traurig vor verschlossener Tür. Überhaupt gibt es hier in der Nachbarschaft (z.B. Via Urbana und Via Leonina) noch mehr kleine Boutiquen, Werkstätten und Gallerien zu entdecken, die etwas Besonderes bieten.

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Pizza!
Man sollte sich klar machen, dass Rom echt sehr teuer sein kann. Bier für über 6 Euro oder ein Tee für 4,50 Euro  können an den Sehenswürdigkeiten und im dicksten Getümmel schon mal anfallen. Auf der Suche nach günstigen und gemütlichen Alternativen können da schnell die nächsten 3 Kilometer in die Beine gehen. Es gibt aber viele kleine Kioske, wo man sich mit Getränken für die Entdeckungstour eindecken kann. Außerdem gibt es in manchen Cafès einen deutlichen Preisunterschied, wenn man sich hinsetzt. Im Stehen verzehrte Getränke sind günstiger.

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Pizza ist Pflicht. Wir haben jeden Tag Pizza gegessen und sind trotzdem wehmütig nach Haus gefahren, weil es nicht genug war. Gute Pizza gibt es an jeder Ecke, auch die vielen To-Go-Läden, die Pizza-Stücke verkaufen, sind superlecker. Die Pizzeria Luzzi in der Nähe vom Kolosseum ist immer gut gefüllt, auch wenn die Kellner der Nachbar-Läden gelangweilt draußen stehen. Und das zu Recht. Der Service ist schnell und die Kellner sind gut drauf. Am wichtigsten: hier ist es megalecker und dazu noch günstig.

Touristenkram
Ich bin eher nicht so der Irgendwo-Reingeher. Gut, beim ersten Rom-Besuch vor zwei Jahren, war ich in den Vatikanischen Museen samt Sixtinischer Kapelle und Petersdom. Aber mehr nicht. Dieses Mal habe ich auch nur eine kostenpflichtige Sehenswürdigkeit besucht, und zwar die Engelsburg. Ich hätte mir gewünscht, dass mir die Geschichte des Castel Sant’Angelo näher gebracht wird, schließlich wurde hier gefoltert und hingerichtet. Aber die kleinen Ausstellungen auf den unterschiedlichen Etagen bleiben im Gemütlichen. In der Engelsburg gibt es also nicht wahnsinnig viel zu sehen, aber es ist schön, wie man sich Etage für Etage höher schraubt und der Blick über die Stadt immer toller wird:

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Außerdem ist das Burghafte der Innenarchitektur durchaus spannend gewesen und man wundert sich, wie die Päpste hier wohl gehaust haben. Ich habe den Besuch nicht bereut, auch wenn ich etwas anderes erwartet hatte.

Vielleicht besuche ich beim nächsten Rom-Aufenthalt dann das größte Wahrzeichen der Stadt.

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Off the beaten Track

Ein Spaziergang durch Trastevere ist Pflicht, das ist allerdings auch in jedem Reiseführer angeraten, also nicht so ausgefallen. Trastevere ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert! Einfach den Tiber auf der rechten Seite wissen, dann kann nichts schief gehen.

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Ich war dieses Mal noch ein wenig in Ostiense und Garbatella unterwegs. Für meinen Geschmack nicht lange genug. Hier gibt es süße, günstige Restaurants, und alles ist weniger wuselig. Vor allem gab es gleich nach der Stadtteilgrenze mehr und vor allem großflächige Street Art: meine Lieblingsmotive auf Reisen!

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Da wir Fußkilometer sparen mussten, konnte ich meinen Freund nicht dazu überreden, einen ganzen Vormittag damit zuzubringen, meine Speicherkarte mit geklebter Straßenkunst und Wäscheleinen zu füllen. Etwas ausführlichere Infos zu diesen Stadtteilen gibt es auf dem Rom-Blog Unterwegs in Rom.

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Was war das mal?! Gerne wäre ich näher rangegangen, aber das Gebiet war großzäunig abgezäunt…

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Sich treiben lassen – und wo gibt es eigentlich dieses Kilometergeld?

Ich laufe ja ganz gerne und viel im Urlaub, Rom ist dafür einfach perfekt. Aber denk gar nicht daran, Schuhe nach Schönheit auszuwählen und nicht nach Bequemlichkeit! Man denkt sich irgendwie immer, ach nur noch die eine Gasse, nur noch über die Keuzung und dann steige ich aber in den Bus! Macht man dann aber gar nicht, weil es so schön ist zu laufen und zu entdecken. All die Brunnen, Kirchen, Türen und Balkone… Hach.

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Irgendwann hab ich beschlossen, den Schmerz einfach wegzulaufen. Auch weil ich keine Alternativen hatte (klar, nur mit Handgepäck zu reisen, ist ‘ne super Idee!).

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Während unserer Reise ist Leonard Cohen gestorben. An vielen Ecken spielten die Straßenmusiker an diesem Tag “Hallelujah”. Dieser Sänger hat es mir und der Menge besonders angetan. Vor dem Pantheon standen Touristen und Einheimische und alle haben gemeinsam den Refrain gesungen. Ich will nicht lügen: ich war mega berührt und hab ein oder zwei Tränen verdrückt.

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Hach! Bis zum nächsten Mal!

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Du hast noch tolle Tipps für Rom? Dann schreib sie bitte in die Kommentare! Das war definitiv nicht meine letzte Reise in diese wundervolle Stadt…

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