Mein erstes Mal: Punch Needle – der DIY-Trend im Selbstversuch

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Hach ja. Wir haben soviel tolle DIY-Ideen rund um die Punch-Needle-Technik gesehen, dass wir es unbedingt selbst versuchen wollten. Und wie einfach das alles aussieht! Den Zahn kann ich dir auf jeden Fall schon mal ziehen, einfach und easygoing ist es eher nicht.

Und auch, wenn meine Einstellung zur Punch Needle sich im Laufe meines ersten Projektes gewandelt hat, stehe ich dem ganzen immer noch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Aber der Reihe nach! Zunächst einmal würde ich dringendst empfehlen, mit etwas Kleinem zu starten. Warum ich nun wieder gleich völlig selbstbewusst einen Wandteppich machen musste, bleibt mir schleierhaft.

Punch Needle – was du brauchst

Ich habe alle Materialien von Rico Design genutzt, inklusive des kleinen Handbuches samt Vorlagen zum nachbasteln. Allerdings hab ich eine eigene Vorlage erstellt.

  • Punch Needle
  • Wolle
  • Mönchstoff
  • Punch Needle Rahmen und Reißzwecken
  • Schere
  • Vorlage und Bleistift (auf dem Foto ist auch Transferpapier bzw. Blaupapier, aber das hab ich dann doch nicht genutzt)
  • Punch Needle Kleber und Pinsel (auch den hab ich nicht gebraucht bei meiner Verarbeitung)

Punch Needling – so geht’s

Als erstes musst du das Motiv übertragen, das kannst du mit einem Bleistift machen. Am Ende wird es nämlich die Rückseite sein, die dein Motiv präsentiert.

Dann musst du den Stoff richtig richtig fest spannen. Und da fingen meine Probleme an. Im Buch wird beschrieben, dass man den Stoff mit Reißzwecken oder einem Tacker auf den Rahmen spannt. Aber auch wenn man zunächst denkt, dass es schön straff wäre, sobald die dicke Nadel durch den Stoff rammt, merkt man, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich hab mich erst mal so ausprobiert, war aber seeeeeehhhrr frustriert davon, dass der Stoff so ausleiert. Mein erstes Learning für potenzielle weitere Punch Needle Ideen: Motive, die in einen Stickrahmen passen.

An der Nadel von Rico Design hat man die Möglichkeit, die Länge der Nadel einzustellen. Je länger die Nadel ist, desto größer sind die Schlaufen, die auf der Rückseite (zumindest, was die Arbeitsoberfläche angeht) entstehen.

Auf geht`s! Zunächst habe ich jedes Pizza-Stück meiner Vorlage gefüllt. Für jedes Stück hab ich eine andere Schlaufenlänge genommen. Es ist wichtig, dass die Nadel dicht über der Oberfläche geführt wird und dass die Wolle frei fließen kann. Häufig ist es mir passiert, dass sich die Schlaufen gelöst haben, weil die Wolle am Ende der Nadel blockiert war (am Rahmen fest hing oder runtergefallen).

Die Arbeitsoberfläche auf dem vorigen Bild ist bei meinem fertigen Stick-Bild die Rückseite und mein eigentliches Motiv. Die sieht doch echt gut aus, oder?

Ich liebe die Haptik und die Textur! Man möchte einfach nur mit der Hand die dicken Schlaufen streicheln, oder?

Wenn ich bei anderen Leuten so nachlese, hatte ich wohl Glück bei der Auswahl meiner Materialien. Liska von dekotopia hat ihre Erfahrungen ebenso thematisiert und bei ihr war die Suche nach der richtigen Wolle/dem richtigen Stoff wohl zunächst nicht so erfolgreich. Von diesen Problemen kann ich nicht berichten. Ich hatte ein paar Probleme mit dem Handling und vor allem damit, den Stoff straff zu bekommen. Was auch dazu geführt hat, dass meine eigentliche Idee für das fertige Stück nicht funktioniert hat. Zunächst wollte ich den Stoff mit dem fertigen Kreis aus dicken Schlaufen nämlich rechteckig zuschneiden und vielleicht mit einem Posterhänger wie einen Wandteppich aufhängen. Aber da mir der Stoff so aufgeribbelt ist, war nicht mehr genug Futter links und rechts, um den schön zuschneiden und verarbeiten zu können.

Auf der Suche nach einer neuen Idee zur Präsentation bin ich in der Werkstatt über eine runde Holzplatte gestolpert, die die perfekten Maße hatte, um den Stoff drüber zu ziehen und mit einem Tacker fest zu tackern. Da ich den Stoff so verarbeitet habe, fand ich es unnötig, die Rückseite mit dem Kleber zu versehen. Dieser ist eigentlich dazu gedacht, die Schlaufen zu fixieren, aber meine Rückseite ist durch die Platte ja nicht mehr erreichbar und somit sind alle Schlaufen gesichert…

Es war sogar ein Loch vorhanden, durch das ich eine Schnur als Aufhängung ziehen konnte.

Dann hab ich den Stoff auf die Platte getackert. Nicht schön, aber fertig!

Meine erste Punch Needle Idee ist fertig

Ich kann die Scheibe jetzt hinstellen und an die Wand lehnen oder sie anhängen. Ich bin mega happy mit dem Ergebnis und es macht sich toll bei uns in der Werkstatt. Wie bereits erwähnt, war das nicht mein letztes Punch Needle Projekt, aber in Zukunft werde ich auf jeden Fall kleinere Ideen umsetzen und alles bombenfest im Stickring einspannen.

Ja, das Ergebnis ist toll und ja, es geht verhältnismäßig schnell. Aber nein, es wird für mich nie nie nie das herkömmliche Sticken ersetzen. Allerdings hat es mir der Mönchstoff angetan, mit dem werde ich auf jeden Fall noch ein paar Ideen umsetzen.

Bei Titatoni findet ihr weitere hilfreiche Tipps und Links zum Thema.

Hast du dich schon mal an der Punch Needle versucht? Wenn ja, wie hat das geklappt und hast du noch Tipps für uns?! Wir freuen uns sehr über einen Kommentar.

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