DIY-Idee für ein Makeover: Ein Kommödchen wird erwachsen

Mit ungefähr 16 bekam ich eine kleine Aufbewahrungs-Kommode aus Sperrholz geschenkt. Sie ist prädestiniert dafür, individuell bemalt, lasiert oder verziert zu werden. Als Teenager tat das mit den bunten Farben aus meinem alten Tuschkasten und dem kleinen Tübchen Deckweiß.

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Heute ist die Kommode noch immer Teil meiner Einrichtung. Die kleinen Schubladen beherbergten anfangs noch Nagellack und Haargummis, heute finden lose Bilder, Postkarten oder aufzuhebende Kassenbons darin Platz. Ich möchte sie nicht missen, aber an ihrem Aussehen habe ich mich nach knapp 14 Jahren nun doch langsam satt gesehen. Zunächst dachte ich daran, die natürliche Holzoptik wieder zum Vorschein zu bringen. Da ich die alte Farbe aber nicht wieder gänzlich abbekommen würde und mir nun auch nicht zuuuuu viel Arbeit machen wollte, entschied ich mich schnell um. Bei einem Streifzug durch den Baumarkt entdeckte ich Sprayfarbe. Um den Untergrund ordentlich vorzubereiten kaufte ich zusätzlich Schleifpapier und Grundierungsspray.

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Nachdem ich einen ganzen Abend bei nettem Fernsehprogramm damit verbracht hatte, den Korpus und alle sechs Schübe oberflächlich abzuschmirgeln und vor allem die Deckweiß-Schneeflocken-Röschen wieder glatt gebügelt hatte, ging es am nächsten Tag ans Sprayen. Um auf Nummer sicher zu gehen, machte ich das draußen auf dem Hof und zog mir die Kleidung an, die man beim Schrankausmisten immer wieder mit den Worten: „Das zieh ich mal beim Malern an“ wieder zurück in die zweite Reihe schiebt. Ich bin nicht ganz sicher, ob die Altkleidung tatsächlich notwendig gewesen wäre, die Gummihandschuhe, die ich ebenso anzog, waren es. Auf dem Hof legte ich ein altes Laken unter mein Vorhaben, besprühte zunächst alle Einzelstücke mit der Grundierung und ließ sie so lange trocknen, wie es meine Geduld zuließ.

 

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Als nächstes kam die erste Schicht Farbe. Zu Beginn entstanden einige Nasen, aber nach der dritten Schublade hatte ich richtigen Abstand und Spray-Intensität raus. Nach dem ersten Durchgang folgte ein zweiter bis aus der Dose nichts mehr rauskam. So ganz zufrieden war ich noch nicht und bereite mich schon darauf vor, am nächsten Tag nochmal Nachschub-Spray im Baumarkt holen zu müssen. Doch komplett durchgetrocknet konnte sich der neue Anstrich dann doch sehen lassen. Einzig die Front des Korpus hatte ich vergessen, da die Kommode beim Sprühen immer auf dieser Seite gelegen hatte. Bevor ich nun doch noch einmal loszog, um Nachschub-Spray zu holen, fiel mir ein: Hatte ich nicht noch den gelben Nagellack, an sich eine so schöne Farbe, die auf Fingernägeln aber mal so gar nicht so gut rüberkommt? Gedacht, geholt.

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Somit erhielt die Front einen gelben Lackanstrich, den ich nach und nach quasi im Vorbeigehen vollendete, da die mehreren Schichten immer wieder nachtrocknen mussten. Zu guter Letzt wollte ich das neue Aussehen der Kommode noch insofern komplettieren, als das ich die Schubkästchen umdrehte und mit neuen kleinen Griffen versah. Die kleinen Griffe in Löwenkopf-Optik hatte ich mir einige Tage zuvor  online bestellt. Da die Köpfe mittig und wenn möglich auch alle gleich angebracht werden sollten, schnitt ich aus einfachem Papier eine Schablone aus und zeichnete die genaue Position der Griffe vor. Anschließend legte ich die Schablone auf die Schubladenfronten und stach die Löcher mit Hilfe eines kleinen Schraubenziehers und eines Hammers vor. So konnte ich die kleinen Griffe problemlos und ohne viel rummessen und markieren anbringen.

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Et voila. Das Kommödchen erstrahlt in einem neuen Style. Und ich bin auf den Geschmack gekommen. Zukünftig werde ich einigen meiner Möbel eine persönliche Note verpassen und hierbei gibt es neben Lasierungen und Decoupage noch so viele weitere Möglichkeiten. Ich halte dich auf dem Laufenden.

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