Sticken für Anfänger – so funktioniert der Kreuzstich

Los geht’s! Nach unserem kleinen Exkurs in die Materialkunde des Kreuzstichs sind alle Vorbereitungen getroffen, um mit einem ersten Stickprojekt zu beginnen.

Die Stickvorlage

Sticken für Anfänger, Tipps für Beginner im DIY-Blog von muckout.de

Wenn man nicht gerade ein Freestyler ist, arbeitet man in der Regel nach einer Stickvorlage. Ein Kästchen steht dabei für ein Kreuz – wie bei Pixeln ergibt sich daraus dann ein Gesamtbild. Die Arbeitsrichtung ist von oben nach unten und von links nach rechts, man geht also in etwa wie ein alter Nadeldrucker in Reihen vor und stickt nicht jedes Kreuz einzeln. Aber eins nach dem anderen!

Die Fadenstärke

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Zuerst trennt man sich den Sticktwist in die gewünschte Fadenstärke auf. Dazu den Faden einfach vor sich halten und ihn an beiden Enden langsam auseinanderziehen. Nicht zu schnell, sonst verknoten sich die Fäden beim Drehen.

Das Vernähen

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Man könnte jetzt in das Fadenende einfach einen Knoten als Stopper machen, der so dick ist, dass er nicht mit durch das Loch gleitet. Das ist die Variante für die Ungeduldigen, die aber nicht unbedingt dauerhaften Bestand hat. Besser ist es, den Faden zu vernähen: Wenn man zu Beginn der Stickarbeit die Nadel von der Rückseite des Stoffes aus durch ein Loch sticht, zieht man ihn soweit hindurch, bis noch ca. 5 cm auf der Rückseite bleiben. Diesen Restfaden stickt man dann in den folgenden Arbeitsschritten ein. Nach ca. 5 Stichen schneidet man den Restfaden ab, dann stört er während des weiteren Stickens nicht mehr.

Der Kreuzstich

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In der Regel ergibt sich ein Kreuz, indem man von der Rückseite des Stoffes aus in das linke untere Loch einsticht und von der Vorderseite aus in das rechte obere Kästchen einsticht. So hat man erstmal eine Diagonale. Diesen Vorgang wiederholt man so lange, wie es das Muster vorgibt.

Den Restfaden auf der Rückseite hält man dabei fest und achtet darauf, dass die Nadel immer über ihm langgeht, so dass man ihn mit dem Festziehen des Fadens fixiert. Für die Fadenspannung bekommt man schnell ein Gefühl. Am besten macht man sich möglichst locker und zieht nicht zu stark am Faden, da man sonst Gefahr läuft, das Aida-Gewebe zu verziehen und das Ergebnis dann schief und krumm aussehen könnte.

Wenn man das Ende der Hinreihe erreicht hat, geht es an die Rückreihe. Zurück sticht man von hinten rechts unten nach vorne links oben. Weil man bei größeren Stickereien dazu tendiert, sich die Stickarbeit passend hinzudrehen, sollte man bei solchen Projekten besonders darauf achten, dass die Stickrichtung immer dieselbe ist, also dass der Faden immer in die gleiche Richtung zeigt: Der sich nach rechts neigende Hinfaden sollte so immer unter dem nach links geneigten Rückfaden liegen. Auf der Rückseite erscheinen dadurch senkrechte Stiche. Achtet man da nicht drauf, wirkt das fertige Stickbild möglicherweise unruhig.

Wenn die erste Reihe fertig ist, kann man beim Schließen des letzten Kreuzes in einem Arbeitsschritt gleich in die darunter liegende Reihe stechen.

Der Fadenwechsel

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Wenn der Faden aufgebraucht ist, vernäht man ihn wie zu Beginn der Arbeit zusammen mit dem Beginn des nächsten Fadens, den wir hier orange zeigen. Nach ca. 5 Stichen kann man die beiden Restfäden wieder abschneiden.

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Hat man das Ende der Stickarbeit erreicht, kann man den letzten Faden vernähen, indem man ihn durch einige der senkrechten Stiche auf der Rückseite zieht. Zuletzt einfach abschneiden und fertig!

#stickenfetzt

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