Kleiderschrank ausmisten – Tipps und Tricks für aussortierte Kleidung

*Werbung wegen Verlinkung/unbezahlt*

Ich betreibe immer noch sehr glücklich Kleiderfasten und würde das einfach jedem empfehlen. Die Beweggründe zum Shopping-Verzicht kannst du in meinem Beitrag: Weniger ist mehr – Minimalismus im Kleiderschrank nachlesen.

Es fällt mir soviel leichter als zunächst befürchtet. Ich bin seitdem sogar in einem kleinen Ausmist-Rausch und hab mir nicht nur den Kleiderschrank vorgenommen. Declutter your life! Es ist wirklich einfach befreiend. Ich will mich nicht zu sehr lesen wie ein Ratgeberbuch, tue es aber trotzdem mal für den nächsten Absatz…

Ich werde beispielsweise schnell hektisch und nervös bei vielen losen Enden und To-Dos. Beim Ausmisten habe ich festgestellt, dass kramige Räume, Schränke und Ecken mich genauso stressen. Also hab ich mich sogar an die “Unterlagen-Schublade” gesetzt. Ja genau, die Schublade, in die ich alle Briefe reinwerfe, die ich dann irgendwann (haha) mal einhefte. Jedes Mal ein Fest, wenn man in dem Teil was sucht… Meine Decluttering-Lust geht soweit, dass ich selbst Aufgaben versuche nicht mehr aufzuschieben, sondern sofort erledige. Gut, ich arbeite noch dran, aber es ist schon viel besser geworden, ergo: ich bin viel entspannter. Ich hätte nicht gedacht, dass so eine verhältnismäßig kleine Challenge solche Auswirkungen auf mich hat.

Um dir den Start ins Ausmist-Glück zu erleichtern, habe ich eine Pinnwand mit verschiedenen Tipps und Tricks zum Ausmisten angelegt.

white shirt: enough

Shopping-Verzicht, Durchhalten!

Mir fällt es bisher zum Glück super einfach, durchzuhalten. Aber ich hab trotzdem ein paar Tipps: Entfolge bzw. verberge Shopping-Websites wie H&M oder Zalando in deinem News-Feed. Die Werbung hat bei mir schon häufiger gezogen und ich hab erst beim Bezahlen gemerkt, dass ich durch einen Link bei Facebook beim Shoppen gelandet bin. Kataloge, die dich auf dem Postwege erreichen, solltest du einfach abbestellen. Mit der Zeit verschiebt sich der Fokus und man nimmt diese Reize nicht mehr so wahr! Versprochen!

Wohin mit den aussortierten Klamotten?

Es ist leichter, dich von Dingen zu trennen, wenn du einen guten Grund hast. Überleg dir gut, was du mit den aussortierten Sachen tun willst. Ich spende beispielsweise gerne für spezielle Projekte. Mir vorzustellen, wer die Sachen bekommt und dass sie wirklich helfen, erleichtert es mir, sehr großzügig auszusortieren. Derzeit spende ich meine Sachen für eine Obdachlosenhilfe in Berlin. Es ist quasi das Gegenteil vom bewussten Einkaufen. Bewusster loswerden.

Im Folgenden erkläre ich ein paar Möglichkeiten und warum manche vielleicht nicht so optimal sind, wie du denkst.

Kleiderkammer statt Altkleider-Container

Altkleider-Container stehen an jeder Straßenecke rum. Fakt ist, nicht alles, was gespendet wird, landet bei Bedürftigen. Es könnte sein, dass deine vermeintlich gespendeten Sachen an Second-Hand-Läden verkauft oder einfach nur geschreddert werden und in neue Stoffe verwandelt werden. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, besuch Utopia und lies die Tipps zur sinnvollen Kleiderspende.

Kleiderspende statt Altkleider-Container: Gebrauchte Klamotten sinnvoll spenden

Bringe deine Sachen beispieksweise lieber in die Kleiderkammer. Die Kleiderkammern des DRK sind eine gute Adresse, um deine nicht mehr benötigten Sachen (auch Bettwäsche etc.) nützlichn abzugeben. Auf der Homepage vom DRK findest du Kleiderkammern in deiner Nähe. Bei uns in Kyritz gibt es die GAB (Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung), hier kann man Kleidung und andere Dinge spenden und Bürger mit geringem Einkommen können diese günstig erwerben. Mach dich schlau, welche Hilfsangebote es in deiner Stadt gibt.

Kleidertausch und Flohmarkt

Veranstalte einen Kleidertausch-Abend mit deinen Freunden! Trefft euch doch zum Quatschen und Zeit verbringen und zeigt euch die aussortierten Sachen. So findest du vielleicht neue Lieblingsstücke und das Nicht-Shopping ist leichter durchzuhalten.

Oder du stellst dich für einen Vormittag auf den Flohmarkt, Tipps für einen erfolgreichen Flohmarkt-Tag hat Marlene für dich zusammengefasst. Darüber hinaus gibt es in vielen Städten Second Hand Läden, auch dort kannst du mit deiner Kleidung vorstellig werden. Viel Erfolg!

Vergiss nicht, das nachhaltigste Kleidungsstück ist das, welches erst gar nicht hergestellt wird. Durch Kleidertausch und Second Hand wird ein Bedarf gedeckt, ohne dass dafür neu produziert werden muss! Dicke Win-Win-Situation.

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Basteln statt wegwerfen!

Das naheliegendste für uns ist es natürlich, mit aussortierter Kleidung (sofern sie sich nicht für Spenden eignet) zu basteln oder ihr ein Makeover zu verpassen. Das Headband von Lindaloves.de kann man beispielsweise auch super aus aussortierten Shirts machen! Sticken ist außerdem eine gute Idee, so kannst du toll kleine Löcher verbergen und/oder deinen Klamotten einen neuen Look verpassen. Für Inspirationen und eine Sammlung toller Stiche, solltest du mal im Stick-Lexikon von Pumora vorbeischauen!

Lerne, deine Sachen wertschätzen

Ich bin jetzt dazu übergegangen, Kleidung zu reparieren (oder reparieren zu lassen). Ganz ehrlich, früher hab ich sie (meistens) einfach aussortiert. Das soll jetzt nur noch das allerletzte Mittel sein. Ich habe so schon meine gut eingelaufenen Laufschuhe gerettet. Die Schuhe standen ewig ungenutzt rum und ich habe mit mir gehadert, mir neue zu kaufen. Durch den dünnen ungefütterten Stoff waren nämlich meine großen Zehen zu sehen. Also hab ich sie gestopft! Man sieht zwar ein bisschen, dass ich sie gestopft habe. Aber wen interessiert das eigentlich morgens um 7 Uhr auf dem Feld?! Genau.

Meine Lieblings-Sweat-Jacke hat ein dickes Loch am Ellenbogen, aber ansonsten lieb ich sie! Also suche ich gerade nach einem passenden Patch. Gerade bei Kinderkleidung, die auch häufiger kaputt geht, kann man sich richtig austoben! Wir haben da mal eine Pinnwand (DIY – Kleidung reparieren) mit weiteren Inspirationen angelegt.

 

Hast du Tipps oder Erfahrungen für mich? Dann freue ich mich sehr, wenn du einen Kommentar da lässt!

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