Upcycling-DIY-Idee: Altglas maritim verknüpfen

Ich kann ja gar nicht oft genug erwähnen, wie wichtig mir Upcycling beim Selbermachen und Tüdeln ist. Gerade bei Dingen, die ständig im Alltag anfallen wie Altpapier und Altglas. Bei Glas kann ich es zum Beispiel gar nicht verstehen, dass es kein umfassendes Pfandkonzept gibt. In der DDR konnte jegliches Altglas (alle Angaben ohne Gewähr, da ich erst 5 war als die Mauer fiel) für die Wiederverwendung zurückgegeben werden. Gut… wenn das bei uns so wäre, hätte man nicht soviel zum Basteln. Aber es ist einfach so eine Verschwendung, ich wäre bereit, dieses Opfer zu bringen!

muckout liebt Altglas-Upcycling

Auch in unseren Workshops machen wir natürlich sehr gerne mit Altglas rum. Im beliebten Workshop: Balkon- und Gartendeko benutzen wir eine einfache Knüpftechnik, um zum Beispiel große Gurkengläser zu Windlichtern umzufunktionieren. Diese Art des Knüpfens hat mich total mit Makramee infiziert! Und weil mich das Knoten so schön entspannt, wollte ich noch etwas mehr herumspielen als nur das Gurkenglas zu verschönern. Also habe ich mir noch zwei hübsche Flaschen (wohl irgendein Obstbrand und Wodka?!) gegriffen. Diese sind ganz hübsch, weil viereckig mit sehr dickem Boden und formschöner blauer Streifen.

Was du brauchst:

  • Altglas
  • Schnur, zum Beispiel naturfarbene Baumwollschnur (Es eignet sich aber auch so gut wie jede andere feste Schnur, die gefällt. Wolle eignet sich nicht.)
  • Holzperlen – sofern gewünscht
  • Heißklebepistole
  • Malerkrepp und Schere

Die Anzahl der zu verwendenden Schnüre richtet sich danach wie engmaschig das Knüpfwerk werden soll. Für die Flasche hab ich sechs Schnüre zu je zwei Meter verwendet. Erst einmal nimmst du dir von jeder Schnur jeweils die Mitte. Nun hast du also sechs doppelte Stränge, die alle gleich lang sind.

Verflixt und zugeknüpft!

Einer der sechs Stränge dient dir sozusagen als Anker für die anderen Schnüre. Du legst diesen doppelt (hast du ja schon) und horizontal vor dich hin und formst am Ende eine kleine Schlaufe. Dann nimmst du je einen Strang auch wieder mit der Mitte und legst ihn mit einer Schlaufe nach oben auf den horizontal liegenden Strang. Zieh die zwei Enden durch diese Schlaufe durch. Das wiederholst du mit allen übrigen Stücken.

Bist du damit fertig, ziehst du die zwei Enden des Anker-Stranges durch die Schlaufe des selbigen. Ziehst du alles fest, ergibt sich ein Stern.

Diesen Stern legst du über deinen Glas- oder Flaschenboden und positionierst ihn mittig, die Schnüre legst du gleichmäßig paarweise über den Glasboden. Jetzt kannst du den Stern mit Malerkrepp fixieren.

Hier siehst du den Stern bei meinem Gurkenglas, für das ich neun anstatt sechs Stränge verwendet habe.

Zunächst machst du in jedes einzelne Paar einen Knoten. Soll das Gefäß am Ende stehen, ist darauf zu achten, dass die Knoten nicht genau auf dem Flaschenboden liegen. Wenn das Gefäß hängen soll, ist das nicht so wichtig.

Die nächste Reihe knotest du dann versetzt und nimmst dir je eine Schnur aus einem Knoten. Je mehr Schnüre du hast, desto kürzer können die Abstände zwischen den Knoten sein. Dafür bekommst du schnell ein Gefühl. Du solltest die Knoten nicht super fest ziehen, so kannst du noch mal korrigieren, wenn du dich verschätzt.

Hast du eine Runde herum geknotet, ist die nächste Reihe dran. Knote sie wieder versetzt. Das machst du jetzt so lange, bis du die ganze Flasche eingeknüpft hast. Wenn du mit den Abständen etwas experimentierst, erzielst du unterschiedliche Wirkungen. Es sieht aber auch sehr schön aus, wenn du die gleichen Abstände verwendest. So näherst du dich dem Fischernetz-Look.

Ich habe je eine Perle versetzt in jeder Reihe aufgezogen und oben dann in alle Stränge eine Weitere geknotet. Anschließend habe ich die Stränge noch paarweise zusammen geknotet, damit nach oben hin nicht soviel Schnüre verlaufen. Wenn die Flasche stehen soll, könntest du die Schnur auch mit Heißkleber um den Flaschenhals kleben. Ich wollte die Flasche gerne hinhängen und habe alle Schnüre in der gewünschten Länge oben zusammen geknotet.

Bei dem Gurkenglas sieht man auf dem nächsten Bild ganz gut, was ich mit dem Abschluss meine, wenn das Gefäß stehen soll:

Bei der viereckigen Flasche hab ich dann noch etwas mehr herum experimentiert. Man kommt echt auf den Geschmack…

Maritimes Umstyling für unsere Terrasse

Du kannst die Gefäße schön personalisieren, indem du kleine Sachen einknotest: Beispielsweise einen kleinen Anker, Astscheiben mit Beschriftung, Knöpfe oder oder oder. Außerdem ist es so auch eine tolle Geschenkidee, zum Beispiel als Einweihungsgeschenk…

Das tolle an den Gurkengläsern ist ihre Größe. Es passen gut drei Schwimmkerzen hinein und sie machen so ein schönes stimmungsvolles Licht auf dem Balkon. Es eignet sich auch bestens zum Bepflanzen oder du befüllst es mit Sand (zum Beispiel vom Strand für noch mehr Küsten-Feeling) und platzierst eine Kerze. Aber Vorsicht, der Glasrand wird mit der Zeit heiß.

Solltest du jetzt Lust haben, auch so schöne Deko zu machen, dann sind wir gespannt auf die Ergebnisse, zeig sie uns unter #nevernotmaking auf Instagram!

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